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Landkreis Meißen
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22.09.2022 - Würdigung des ehrenamtlichen Naturschutzdienstes im Landkreis Meißen - Jahrestreffen Mitte September

Der ehrenamtliche Naturschutzdienst bewirkt eine wesentliche Unterstützung der Arbeit der Naturschutzbehörde im Landkreis Meißen und hat hohen Anteil an der Feststellung sowohl des Zustandes von Natur und Landschaft, als auch bei der Ausweisung und Pflege der Schutzgebiete und des Artenschutzes. Viele ehrenamtlich erbrachte Funde und Hinweise sind bedeutend bei der Feststellung von Beeinträchtigungen oder gar Eingriffen in die Funktionalität des Naturhaushaltes. Diese wichtige Funktion der Naturschutzhelferinnen und -helfer ist einem Großteil der Einwohnerinnen und Einwohner im Landkreis Meißen gar nicht bekannt.

Der Zweite Beigeordnete des Landkreises Meißen Andreas Herr führt in das Treffen der ehrenamtlichen Naturschutzhelferinnen und -helfer im Landkreis Meißen ein.

Der Zweite Beigeordnete des Landkreises Meißen Andreas Herr führt in das Treffen der ehrenamtlichen Naturschutzhelferinnen und -helfer im Landkreis Meißen ein.

Zur Würdigung der Arbeit der Naturschutzhelferinnen und -helfer wurde durch das Landratsamt ein Treffen im ehemaligen Zisterzienserkloster „Heilig Kreuz“ organisiert. Die Veranstaltung konnte in dem neu errichteten Veranstaltungshaus des dort ansässigen Hahnemannzentrum e. V. durchgeführt werden und fand so einen sehr würdigen Rahmen. Alle im Landkreis Meißen berufenen ehrenamtlichen Naturschutzhelferinnen und -helfer waren eingeladen; als besonderer Gast war der Landesnaturschutzbeauftragte Dr. Rolf Steffens anwesend.

Die einführenden Worte übernahm der Zweite Beigeordnete des Landkreises Andreas Herr, der mit dem Ergebnis der bei der TU beauftragten Arbeit „Kulturlandschaften“ im Landkreis Meißen eine Darstellung zur natürlichen Lage, der kulturellen Vielfalt und zur Erlebbarkeit einzelner Kulturlandschaftsprojekte gab. Die als Buch vorliegende Veröffentlichung wurde von ihm unter besonderem Dank allen anwesenden Helferinnen und Helfer für Anregungen und zur Unterstützung ihrer weiteren Arbeit zur Verfügung gestellt.

Anschließend stellten einzelne Naturschutzhelfende in Vorträgen ihre ehrenamtlichen Arbeitsbereiche vor und berichteten über ihre Tätigkeit.

Frau Stolzenburg informierte über Besonderheiten und Anforderungen bei der Betreuung des Naturschutzgebietes (NSG) „Ziegenbusch“. Neben bemerkenswerten Arten wurden Ergebnisse der Flächenpflege und deren Wirkung auf schutzbedürftige Arten, beispielsweise Elsbeere und Orchideen, vorgetragen.

Herr Braune berichtete über besondere Insektenfunde in Meißen und Umgebung, seine Arbeit als Ameisenschutzwart und stellte eine kurze Auswertung des DINA-Projektes vor. Das bundesweite DINA-Projekt ist ein ehrenamtliches Programm zur Feststellung der Artendiversität von Insekten in Schutzgebieten.

Im Freistaat Sachsen beschränkte sich die Untersuchungsfläche auf das Gebiet des NSG „Ziegenbuschhänge“. Mittels Malaise-Fallen sollte mit den gesammelten Insekten die Zahl der festgestellten Arten, aber auch Belastungsanalysen durch Insektizide und damit Fragen zum Insektenschwund beantwortet werden. Das ehrenamtlich gewonnene, reichhaltige Material wird die Forscher an den Museen und Hochschulen wohl noch einige Jahre mit der Auswertung beschäftigen.

Herr Handmann referierte über seine Arbeit als Betreuer des NSG „Elbtalhänge zwischen Rottewitz und Zadel“ und den Pflegearbeiten mit der vom ihm geleiteten Kinder- und Jugendgruppe. Deutlich wurde von ihm herausgearbeitet, dass in Schutzgebieten gelegene Kulturlandschaftselemente besonders pflegebedürftig sind.

Herr Schrack erläuterte klimatologische Aspekte der Moore, deren Bedeutung für das Vorkommen von Tier- und Pflanzenarten sowie die Notwendigkeit einer dauerhaften Sicherung und Bewahrung vor Beeinträchtigung durch heranrückende Nutzungsänderungen.

Herr Wrzesinsky stellte die von ihm seit Jahren durchgeführten Pflegemaßnahmen zum Schutz von Amphibien und Reptilien vor, wobei die Anlage und Erweiterung von Gewässerstrukturen einen bedeutsamen Anteil am Erhalt stark gefährdeter Arten, wie zum Beispiel Kammmolch oder Feuersalamander, haben.

Die Veranstaltung bot damit beste Voraussetzungen für einen regen Gedanken- und Fachaustausch zwischen den Helfern. Besonders gelobt wurden zudem der Ort und die Umsetzung der Veranstaltung unter sehr guter Begleitung durch Mitarbeitende des Hahnemannzentrum e. V. Nicht wenige Teilnehmerinnen und Teilnehmer sahen sie als Auftakt für künftig jährliche wiederkehrende Veranstaltungen in derart würdigem Rahmen.

Service

Pressesprecherin 
Frau Schmiedgen-Pietsch

Telefon: 03521 725-7013

Öffentlichkeitsarbeit
Frau Käthner

Telefon: 03521 725-7015

Zentrale E-Mail:
presse@kreis-meissen.de