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Landkreis Meißen
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10.02.2022 - Corona-Situation im Landkreis Meißen: Einrichtungsbezogene Impfpflicht erneut Thema im Krisenstab

Im Vergleich zum Vortag sind 817 weitere positiv getestete Personen im Landkreis Meißen zu verzeichnen. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des RKI für den Landkreis beträgt heute 1.355,4. Die weiter steigende Zahl an Infektionen mit dem SARS-Cov-2-Virus zeigt sich auch in einer Quote von mittlerweile vier Prozent positiver Schnelltestergebnisse in den Testzentren im Landkreis Meißen.

Die Hauptzahl der Infektionsfälle ist nach wie vor in den Altersgruppen der 5- bis 59-Jährigen festzustellen – diese machen rund 90 Prozent der Infektionen in den letzten sieben Tagen aus. Seit Beginn der Pandemie gibt es im Landkreis Meißen insgesamt 54.032 positiv getestete Fälle, wobei gegenüber gestern vier Fälle korrigiert worden sind. Gegenwärtig halten sich 4.658 positiv getestete Personen in behördlich angeordneter Quarantäne auf.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 34 Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Meißen als stationär aufgenommen erfasst, davon liegen fünf Personen auf der Intensivstation. Von den 34 hospitalisierten Personen ist eine geimpft und 33 Personen sind als ungeimpft erfasst. Bei den ITS-erfassten Personen sind alle ungeimpft. Die Zahl der Verstorbenen bleibt weiterhin unverändert und beläuft sich auf 900.

In den vier kommunalen Impfstellen in Coswig, Großenhain, Radebeul und Riesa stabilisiert sich die Zahl der Impfungen pro Tag auf 80 bis 100 Impfungen. Dabei verzeichnet die Impfstelle in Riesa derzeit die größte Nachfrage. Die meisten Impfungen werden an Dienstagen und Samstagen verabreicht. Eine Terminvereinbarung findet vorab in nur wenigen Fällen statt und ist auch nicht notwendig. Alle Informationen zu den kommunalen Impfstellen finden Interessierte auf der Website des Landkreises Meißen: https://www.kreis-meissen.org/15946.html.

Im Krisenstab informierte Polizeihauptkommissar Raiko Riedel als Vertreter der Polizei über das Versammlungsgeschehen im Landkreis Meißen. So waren am Montag dieser Woche neun angezeigte Versammlungen mit rund 1.750 Teilnehmenden und neun unangezeigte Versammlungen mit rund 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den Städten und Gemeinden des Landkreises zu begleiten, wobei der Schwerpunkt in der Stadt Radebeul lag. Am gestrigen Mittwoch versammelten sich rund 700 Personen in Riesa um explizit gegen die Einführung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht zu demonstrieren.

Die Einführung dieser einrichtungsbezogenen Impfpflicht im Gesundheitswesen und dem Pflegebereich war ebenfalls erneut Thema im heutigen Krisenstab. Nach wie vor liegen keine bundes- oder sachsenweiten Handlungsempfehlungen bzw. ermessensleitende Hinweise in den Gesundheitsämtern vor. „Wir handeln im Landkreis Meißen nach Recht und Gesetz und werden dieses Bundesgesetz natürlich umsetzen“, schickte Landrat Ralf Hänsel voraus.

Gleichzeitig machte Ralf Hänsel auch die Dimensionen der Umsetzung deutlich: „Nach Schätzungen des Landratsamtes Meißen und unter Zugrundelegung einer Impfquote von rund 62 Prozent in dem vom Gesetz betroffenen Personenkreis im Landkreis Meißen ist von 7.000 bis 9.000 ungeimpften und zu betrachtenden Personen im Landkreis Meißen auszugehen. Für diese gilt es jeweils eine Einzelfallprüfung durchzuführen, beginnend mit einer Abfrage des Impfstatus ab dem 16. März 2022. Für jedes Prüfverfahren ist mit einer ungefähren Zeitdauer von mindestens sechs bis acht Wochen zu rechnen. Maßgebliches Kriterium für die Entscheidung ist die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit im medizinischen und pflegerischen Bereich im Landkreis Meißen.“

„Für die Absicherung dieser gesamten Prüfungen ist mit einem personellen Mehraufwand in Höhe von 20 bis 30 Vollzeitstellen zu rechnen. Das Personal zur Besetzung dieser Stellen ist derzeit nicht vorhanden und kann auch durch interne Abordnungen innerhalb des Landratsamtes nicht generiert werden“, so der Landrat weiter.

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