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Landkreis Meißen
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03.11.2021 - Neues Friseurkabinett im BSZ Meißen-Radebeul übergeben: Landkreis Meißen investiert rund 185.000 Euro

Der Amtsleiter des Kreisschul- und Kulturamtes des Landkreises Meißen, Stefan Noack genannt Gräfe, übergab gestern offiziell das neue Friseurkabinett an Michael Salomon, Schulleiter des Berufsschulzentrums (BSZ) Meißen-Radebeul. Bei einem Besuch vor Ort am Standort Meißen überzeugten sie sich zusammen mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern von Schule und Landratsamt von dem gelungenen neuen Ausbildungsraum.

Neuer Friseurkabinett im BSZ Meißen-Radebeul am Standort Meißen

Fachlehrerin Cornelia Wunner (M.) erläutert die Arbeiten und Möglichkeiten im neuen Fachkabinett - Schulleiter Michael Salomon (r.) und Amtsleiter Stefan Noack genannt Gräfe (3.v.l.)

Dabei brachte Schulleiter Michael Salomon seine Freude zum Ausdruck: „Auch als Schulleiter erlebe ich es nicht alle Tage, dass ich ein neues Kabinett eröffnen darf. Ich bin sehr froh über die hervorragende und zügige Umsetzung und bedanke mich bei unserem Schulträger für die massive Unterstützung. Mein Dank geht auch an die Fachkollegen, die diese Realisierung umfassend begleitet haben.“

Bedarf für das nunmehr zweite Kabinett entstand durch die Berufsschulnetzplanung des Freistaates Sachsen, mit der die Zuordnung der Ausbildungsberufe zu den Berufsschulen neu strukturiert wurde. Dabei blieb die Ausbildung im Friseurhandwerk in Meißen nicht nur erhalten, sondern wird nun für den gesamten Einzugsbereich Dresden und Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Meißen angeboten. Durch das erheblich größere Einzugsgebiet mussten für eine zusätzliche Klasse je Jahrgang Kapazitätserweiterungen vorgenommen werden.

„Ohne Fördermittel hat der Landkreis Meißen als Schulträger des BSZ an der Stelle rund 185.000 Euro investiert, unter anderem für Möbel und technische Ausstattung, Planungs- und Baukosten sowie die mobile Ausstattung“, so Amtsleiter Stefan Noack, „ich freue mich, dass wir dieses Vorhaben schnell und fristgerecht bis Ende Oktober umsetzen und das Kabinett nun zur Nutzung übergeben konnten.“ Auch Stefan Noack hob die sehr gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten hervor.

Die Zeitschiene für die Errichtung war tatsächlich sportlich: Innerhalb von fünf Monaten hat der Landkreis die Planung erstellt, die Ausschreibung vorbereitet, Firmen beauftragt und die Ausstattung beschafft. Erst im März 2020 hatte der Landkreis erfahren, welche Pläne das Kultusministerium (SMK) für die zukünftige Berufsschullandschaft in Sachsen verfolgt. Mit Beschluss des Kreistages vom 25. März 2021 stimmte der Landkreis der Berufsschulnetzplanung zu. Im Mai 2021 erfolgte durch das SMK die Veröffentlichung der Schulnetzplanung. Damit waren die darin getroffenen Festlegungen verbindlich und die Weichen für die Friseurausbildung im Landkreis Meißen gestellt.

Trotz der schwierigen Lage im Friseurhandwerk, dabei spielen die Themen Corona und Mindestlohnanpassung eine zentrale Rolle, bilden erneut viele Firmen aus, um den bereits bestehenden Fachkräftemangel auszubremsen. Aufgrund des größeren Einzugsgebietes ist es gelungen, die Anzahl der Auszubildenden nahezu zu vervierfachen. Im zweiten Ausbildungsjahr werden derzeit neun Auszubildende ausgebildet. Der aktuelle Jahrgang des ersten Ausbildungsjahres umfasst 35 Schülerinnen und Schüler.

Das neue Kabinett bietet Plätze für 14 Auszubildende. Neben dem neuen Friseurkabinett ist geplant, auch das bestehende über 20 Jahre alte Kabinett zu erneuern. Insgesamt besuchen rund 1.600 Berufsschülerinnen und -schüler die beiden Standorte des BSZ in Meißen und Radebeul. Sie absolvieren die Ausbildung in ganz unterschiedlichen Berufen, darunter Kraftfahrzeugmechatroniker, Industriekaufmann oder Chemielaborant.

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