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Landkreis Meißen
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24.04.2020 - Corona - Aktuelles zur Situation im Landkreis Meißen

Im Landkreis Meißen wurden 210 Personen positiv auf Covit-19 getestet, davon konnten bereits 157 die häusliche Quarantäne beenden. 103 Kontaktpersonen befinden sich aktuell in häuslicher Isolation.

10 Erkrankte werden stationär betreut, davon 2 auf der Intensivstation. 13 Personen sind insgesamt in Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung verstorben.

Die Veröffentlichung der täglichen Fallzahlen gibt aktuell Anlass zu großer Hoffnung auf mehr Freiheiten im Alltag. Doch die Statistik zeigt wegen der Inkubationszeit und der Zeit bis zur Testung nur an, wie weit die Epidemie in der nahen Vergangenheit vorangekommen ist aber nicht, was im Hier und Jetzt passiert. Für die Zukunft sind diese Zahlen leider nicht relevant, d.h., am Wochenende oder zu Beginn der neuen Woche muss neu bewertet werden.

Die Zahlen für den Landkreis Meißen: Zur aktuellen Corona-Bilanz gehören 210 positive Tests, das sind drei mehr als am Vortag. 157 ehemals Infizierte konnten die häusliche Quarantäne beenden. Zehn Patienten befinden sich derzeit in stationärer Behandlung, zwei davon auf der ITS. Die Zahl der Verstorbenen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion liegt aktuell bei 13. In häuslicher Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 103 Kontaktpersonen.

Der Vorstand der Elblandkliniken Frank Ohi widersprach im Zusammenhang mit der sehr erfreulichen Corona-Statistik einem Gerücht, dass für die Krankenhäuser in Meißen, Radebeul und Riesa Kurzarbeit geplant sei: „Woher dieses Gerücht kommt, ist völlig unklar. Auch wenn wir die für schwerkranke Covid-19-Patienten reservierten Intensivbetten im Klinikum Meißen derzeit nicht auslasten, geht der normale Klinikbetrieb an allen drei Standorten  weiter.“ Es gebe überhaupt keinen Anlass oder einen Grund für Kurzarbeit.

Dr. Nicole Rodewald leitete in Vertretung der Amtsärztin die Sitzung des Krisenstabes und informierte über den Stand Altenpflegeheime: „Aufgrund der Corona-Infektionen in zwei Altenpflegeheimen im Landkreis Meißen werden alle Einrichtungen noch engmaschiger begleitet. Am Montag wird die Testreihe in dem Heim mit insgesamt 13 Infizierten – Personal und Heimbewohner – wiederholt.“ Damit soll geprüft werden, ob die neuen, noch strengeren Hygienemaßnahmen erfolgreich waren. 

Die 1. Beigeordnete des Landkreises Meißen Janet Putz berichtete über die Situation „Notbetreuung“ in Kindertageseinrichtungen und Horten: „Die Zahl der zu betreuenden Kinder steigt stetig. Noch können wir die damit verknüpften Vorgaben, wie eine Gruppenzahl von acht Kindern, erfüllen.“ Da der Freistaat den Kreis der Eltern, die ihre Kinder aufgrund der beruflichen Tätigkeit in die Kita bringen dürfen, erweitert hat, rechnen die Einrichtungen im Landkreis allerdings mit einem rasanten Anstieg. Noch ist ungeklärt, wie der Freistaat mit den von ihm aufgestellten Regeln verfahren wird, wenn – so Janet Putz – „vielleicht 50 Prozent der Kinder in die Tagesbetreuung kommen“. 

Die Nähaktion „Mund-Nasen-Schutz“ hat einen neuen Partner, die JVA in Zeithain. Hier werden in nächster Zeit 1.000 Masken genäht.     

Ticketverkauf im Bus

Nach den Lockerungen durch die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung seit dem 20. April erweitern am Wochenende der Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und die S-Bahn Dresden das Angebot für Fahrten in die Sächsische Schweiz. Die S-Bahn fährt ab 25. April an Wochenenden wie Feiertagen wieder planmäßig im 30-Minuten-Takt bis Bad Schandau. Jede zweite Fahrt verkehrt bis Schöna. An Sonn- und Feiertagen fahren zusätzliche Züge ab dem Dresdner Hauptbahnhof um 9:50 Uhr und 10:20 Uhr bis Schöna. Die Verkehrsgesellschaft Meißen bietet mit Start 25. April wieder den Ticketverkauf im Bus an. „Wir registrieren einen langsamen Anstieg der Fahrgastzahlen“, informierte der 2. Beigeordnete des Landkreises Meißen Andreas Herr den Krisenstab. Dennoch liegt das Aufkommen derzeit bei unter 30 Prozent. Zur weiteren Eindämmung des Virus bitten der VVO sowie die Busunternehmen alle Fahrgäste, die Hygienemaßnahmen zu beachten. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Bus und Bahn sei Pflicht.

Weiterhin außer Betrieb bleiben die Schmalspurbahnen, die regionalen Nachtlinien, grenzüberschreitende Fahrten nach Tschechien sowie Fahrradbusse und Freizeitlinien im Elbtal und dem Lausitzer Seenland. Infos unter: www.vvo-online.de oder an der VVO-Hotline: 0351- 852-6555.

Kriminalität

Auch wenn die Kriminalität in den letzten Wochen im Freistaat Sachsen deutlich zurückgegangen ist, warnt das Sächsische Innenministerium vor Betrügereien in Bezug auf die Corona-Maßnahmen. So können sich Amtspersonen wie Polizisten oder Mitarbeiter des Gesundheitsamtes immer ausweisen. Also Ausweis verlangen! Amtliche Bescheide mit Zahlungsaufforderungen kommen mit der Post und nicht per E-Mail. Niemanden in die Wohnung lassen, den man nicht kennt! Ältere, Hilfsbedürftige und Kinder verdienen unsere besondere Aufmerksamkeit.

Wirtschaftshilfe   

„85.000 sächsische Unternehmen beantragten bisher Corona-Soforthilfen in Höhe von 909 Millionen Euro“, informiert unser Wahlkreisabgeordneter im Deutschen Bundestag und Bundesminister a.D. Dr. Thomas de Maizière. Davon wurden 67.000 Anträge mit einem Volumen von 777 Millionen Euro bewilligt. Diese Hilfe soll die ersten finanziellen Probleme im Zusammenhang mit der Corona-Krise abfedern. Darüber hinaus gibt es weitere Liquiditätshilfen auf Bundes- und Länderebene. Alleine in Sachsen erhielten aus dem KfW Programm 359 Unternehmen insgesamt 169 Millionen Euro.

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