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Landkreis Meißen
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22.04.2020 - Corona - Aktuelles zur Situation im Landkreis Meißen

Insgesamt gibt es 204 durch Tests bestätigte Infektionen, 146 Personen konnten nach überstandener Corona-Erkrankung die Quarantäne beenden. Neun Patienten werden derzeit stationär behandelt, zwei davon intensivmedizinisch. Inzwischen sind zwölf Menschen in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben. 156 Kontaktpersonen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

In Deutschland sind gestern 144.700 Infektionen mit dem neuen Corona-Virus registriert worden, das sind 1.600 mehr als am 20. April 2020. Mindestens 4.738 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind nach Angaben des Robert-Koch-Institutes bundesweit daran verstorben, rund 91.500 haben die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Die Corona-Statistik für den Landkreis Meißen: Insgesamt gibt es 204 durch Tests bestätigte Infektionen, 146 Personen konnten nach überstandener Corona-Erkrankung die Quarantäne beenden. Neun Patienten werden derzeit stationär behandelt, zwei davon intensivmedizinisch. Inzwischen sind zwölf Menschen in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben. 156 Kontaktpersonen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

Der aktuelle Test am Montag in einem Altenpflegeheim im Landkreis Meißen aufgrund einer Corona-Erkrankung hat insgesamt 13 Infektionen ergeben. Die infizierten Angestellten wurden sofort in Quarantäne geschickt, die betroffenen Heimbewohner werden in einem separaten Teil des Heimes betreut. „Es gibt einen ständigen Kontakt mit der Heimleitung“, informierte Amtsärztin Petra Albrecht, „sowohl zu medizinischen Fragen wie zur Pflegekoordination.“ In 14 Tagen soll der Test wiederholt werden. In diesem Zusammenhang sei darauf verwiesen, dass Besuche in Alten- und Pflegeheime derzeit leider nicht möglich sind bzw. nur dann, wenn die Heime Ausnahmereglungen zulassen. Die Gefahr für einen Anstieg der Corona-Infektionen ist eben weiterhin akut, so die Amtsärztin.

Umso unverständlicher sei die öffentliche Debatte um eine Exit-Strategie, sagte Klinikvorstand Frank Ohi auf der heutigen Sitzung des Krisenstabes. In den Elblandkliniken wird jeder Patient vor stationärer Aufnahme auf eine mögliche Corona-Infektion getestet. „Wir werden den aktuellen Standard im Bereich der Intensivmedizin gegenwärtig nicht zurückfahren“, erklärte Frank Ohi. Noch sei völlig unklar, wie sich die neuen Verhaltensregeln mit mehr Begegnungsmöglichkeiten von der Kita über die Schule bis zum Einkauf in den Innenstädten auswirken werden. „Erst in 14 Tagen haben wir dazu sichere Daten“, so der Klinikchef. Parallel zu dieser öffentlichen Debatte werden jedoch die personellen wie materiellen Ressourcen der Gesundheitsämter weiter hochgefahren. Die vom Bund angekündigten 150.000 Euro pro Amt stehen allerdings noch aus.

Keine Beanstandung

Im Polizeibericht vom Dienstag sind lediglich zwei Ordnungswidrigkeiten aufgeführt. Fragen gab es allerdings zum Thema Einkaufscenter. Dürfen Geschäfte unter 800 Quadratmeter in einer Mall – auch wenn sie eher klein ist - öffnen oder nicht? Der in der Landkreisverwaltung u.a. für Rechtsfragen zuständige Dezernent Manfred Engelhard sagte: „Nein, denn der Kundenstrom wird hier weitaus höher sein als bei Einzelläden in den Städten.“ Dennoch soll die Antwort mit dem Sächsischen Innenministerium erörtert werden.

Das Kreisordnungsamt, berichtete Manfred Engelhard, habe mit seinen Außendienstmitarbeitern Kontrollen in Spielhallen und auf Schießständen des Landkreises durchgeführt. "Ohne geringste Beanstandung.“ Derzeit müssen allerdings 60 Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit den Corona-Schutz-Verordnungen des Freistaates bearbeitet werden.

Mit Blick auf den Publikumsverkehr in der Kreisverwaltung wird derzeit die reguläre Öffnung der Kfz-Zulassung auf der Brauhausstraße in Meißen für den Monat Mai vorbereitet. Bis dahin sind auch dort weiterhin nur Termine nach vorheriger Anmeldung möglich!     

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