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Landkreis Meißen
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Häufig gestellte Fragen

Fragen-Antwort-Katalog der Elterngeldstelle Meißen

(Der FAQ stellt lediglich einen groben Überblick dar. Sollte Ihr Anliegen nicht aufgeführt sein, wenden Sie sich bitte an die Stelle des jeweiligen Leitungserbringers.)

 

I. Kündigungsschutz

 

  1. Kann mich mein Arbeitgeber während meiner Schwangerschaft kündigen?

 

Nein. Ihr Arbeitgeber kann Sie während Ihrer Schwangerschaft nicht kündigen (§17 Kündigungsverbot – MuSchG), wenn ihm die Schwangerschaft bereits bekannt ist oder innerhalb von zwei Wochen nach Eingang der Kündigung mitgeteilt worden ist.

 

Die Kündigung ist unzulässig:

  • während Ihrer Schwangerschaft
  • bis zum Ablauf von vier Monaten nach einer Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche und
  • bis zum Ende Ihrer Mutterschutzfrist nach der Geburt (mind. bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Geburt)

 

  1. Kann mich mein Arbeitgeber während meiner Elternzeit kündigen?

 

Nein. Ihr Arbeitgeber darf Ihr Arbeitsverhältnis ab dem Zeitpunkt, von dem an Sie Elternzeit verlangt haben, nicht kündigen (§ 18 Kündigungsschutz – BEEG).

 

Der Kündigungsschutz beginnt:

 

  • frühestens acht Wochen vor Beginn Ihrer Elternzeit bis zum vollendeten dritten Lebensjahr Ihres Kindes

 

  • frühestens 14 Wochen vor Beginn Ihrer Elternzeit zwischen dem dritten Geburtstag und dem vollendeten achten Lebensjahr Ihres Kindes

 

II. Elternzeit

 

  1. Wie beantrage ich Elternzeit bei meinem Arbeitgeber?

 

Die Elternzeit muss schriftlich beim Arbeitgeber angezeigt / verlangt werden.

Die Schriftform ist gesetzlich vorgeschrieben, eine E-Mail reicht nicht aus.

 

  1. Welche Voraussetzungen und Fristen muss ich bei der Beantragung meiner Elternzeit berücksichtigen?

 

  • Der Antrag auf Elternzeit muss spätestens sieben Wochen vor dem gewünschten Beginn der Elternzeit beim Arbeitgeber eingehen.

 

  • Für ab dem 1. Juli 2015 geborene Kinder kann auch Elternzeit zwischen dem dritten und achten Lebensjahr des Kindes genommen werden. In diesem Fall beträgt die Antragsfrist 13 Wochen.

 

Werden diese Fristen versäumt, führt dies nur zu einem Verschieben der Elternzeit.

 

 

III. Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse

 

  1. Habe ich Anspruch auf Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse?

 

Sie haben Anspruch auf Mutterschaftsgeld, wenn:

 

  • Sie freiwillig versichert und Anspruch auf Krankengeld haben oder pflichtversichertes Mitglied sind und ein Arbeits- oder Heimarbeitsverhältnis besteht (gilt auch für Auszubildende (betriebliche Auszubildende)

 

  • Ihr Arbeitsverhältnis während der Schwangerschaft zulässig gekündigt wurde

 

  • Sie zu Beginn des Mutterschutzes arbeitslos sind und Anspruch auf ALGI haben

 

  • Sie erneut schwanger werden, sich jedoch noch in Elternzeit mit dem vorherigen Kind befinden und sich die Mutterschutzfrist mit der Elternzeit überschneidet

 

Keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben Schüler/-innen und Studenten/-innen ohne Nebenverdienst (Minijob). Ebenso haben Sie keinen Anspruch, wenn Sie über Ihren Ehemann familienversichert sind und keiner Beschäftigung nachgehen.

 

  1. Wie beantrage ich Mutterschaftsgeld bei meiner Krankenkasse?

 

Für die Beantragung des Mutterschaftsgeldes benötigen Sie eine Bescheinigung mit dem voraussichtlichen Geburtstermin. Diese Bescheinigung stellt Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Hebamme aus.

 

Frühestens sieben Wochen vorher erhalten Sie von Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme eine Bescheinigung über den mutmaßlichen Entbindungstermin in zweifacher Ausführung – eine für Ihren Arbeitgeber und eine für die Krankenkasse.

 

Hinweis: Sie sind automatisch beitragsfrei in der Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung, wenn Sie Mutterschaftsgeld beziehen und im Mutterschutz sind.

 

  1. Wie lang wird mir das Mutterschaftsgeld gezahlt?

 

Das Mutterschaftsgeld wird Ihnen sechs Wochen vor der Geburt und die ersten acht Wochen nach der Geburt gezahlt (Dauer des gesetzlichen Mutterschutzes).

 

Im Fall einer Mehrlings- oder Frühgeburt verlängert sich Ihr Mutterschaftsgeld von acht auf zwölf Wochen ab der Geburt.

 

Das Mutterschaftsgeld wird entsprechend verlängert, wenn die Geburt Ihres Kindes früher als geplant stattfindet.

 

  1. In welcher Höhe wird das Mutterschaftsgeld gezahlt?

 

Grundsätzlich erhalten Sie bis maximal 13 Euro Mutterschaftsgeld pro Kalendertag. Diese stehen folgenden Personen zu:

  • Arbeitsnehmer/-innen
  • Auszubildende
  • Geringfügig Beschäftigte
  • Frauen, die ALG I beziehen
  • Frauen mit einer erneuten Schwangerschaft

 

Hinweis: Wenn Sie familienversichert sind und eine geringfügige Beschäftigung ausüben, erhalten Sie einmal bis zu 210 Euro Mutterschaftsgeld. Dieses beantragen Sie beim Bundesamt für Soziale Sicherung (Bundesversicherungsamt).

 

Link: Antrag stellen - www.bundesamtsozialesicherung.de


Sie sind Selbstständig?


Für den Bezug von Mutterschaftsgeld ist entscheidend, ob Sie privat krankenversichert oder freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind:

  • freiwillig gesetzlich versichert mit Anspruch auf Krankengeld:

Mutterschaftsgeld wird in Höhe des Krankengeldes gezahlt

 

  • privat versichert mit Krankentagegeldversicherung:

Anspruch auf Zahlung des vereinbarten Krankentagegeldes besteht

 

Erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung, welche Leistungen Sie aufgrund Ihres Versicherungsvertrages erhalten.

  • Bei einem Versicherungstarif ohne Anspruch auf Krankentagegeld, erhalten Sie möglicherweise Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt (max. 210 Euro s.o.).

 

Sie sind Beamter/-in?


Sie erhalten Ihre ganz normalen Dienst- und Anwärterbezüge während der Mutterschutzfrist.

 

III. Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld vom Arbeitgeber

 

  1. Habe ich Anspruch auf einen Arbeitgeberzuschuss?

 

Sie haben Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld, wenn Ihr durchschnittlicher Nettolohn pro Tag mehr als 13 Euro beträgt.

 

  1. Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss?

 

Der Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld wird individuell von Ihrem Arbeitgeber anhand des Nettoentgelts der letzten drei abgerechneten Kalendermonate vor Beginn der Mutterschutzfrist berechnet.

 

IV. Krankenversicherung während der Elternzeit

 

  1. Wie bin ich während meiner Elternzeit krankenversichert?

 

Sie sind in der Regel so versichert, wie Sie vor Ihrer Elternzeit krankenversichert waren.

 

  • gesetzlich pflichtversichert
  • Sie müssen keine Beiträge zahlen

 

  • familienversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung und zahlen keine Beträge
  • dann müssen Sie auch während des Elterngeldes keine Beiträge zahlen

 

  • freiwillig versichert in der gesetzlichen Krankenversicherung
  • es müssen Mindestbeiträge gezahlt werden

 

  • vor Ihrer Elternzeit privat versichert
  • Beiträge sind während Elternzeit weiterhin durch Sie zu zahlen; ggf. können Sie Ihre Beiträge reduzieren, nehmen Sie dazu Rücksprache mit Ihrer Krankenkasse.

 

V. Urlaubsanspruch

 

  1. Wieviel Urlaub habe ich nach der Elternzeit?

 

Ihr jährlicher Anspruch auf Urlaub kann um ein Zwölftel gekürzt werden, für jeden vollen Kalendermonat, den Sie aufgrund Ihrer Elternzeit abwesend sind. Den Urlaub wegen einer Elternzeit zu kürzen ist nur zulässig, wenn Beschäftigte vollständig zuhause bleiben. Fehlen Sie nur einen Teil des Kalendermonats, wird der Urlaubsanspruch nicht gekürzt.

 

Ausnahme: Wer während der Elternzeit weiter Teilzeit arbeitet, sei es noch so gering, muss keine Kürzung hinnehmen. Vielmehr erwerben auch Teilzeitbeschäftigte weitere Urlaubsansprüche. Wer jedoch weniger Arbeitstage als vorher hat, hat dementsprechend auch weniger Urlaubsanspruch.

 

Resturlaub verfällt nicht: bis zum Beginn der Elternzeit nicht genommener Urlaub bleibt bestehen.

 

VI. Kindergeld

 

  1. Habe ich Anspruch auf Kindergeld?

 

Sie haben Anspruch auf Kindergeld, wenn

  1. Ihr Kind unter 18 Jahren ist
  2. Sie Ihr Kind regelmäßig versorgen und es mit Ihnen in einem Haushalt lebt (gilt auch für: Stiefkinder, Enkelkinder oder Pflegekinder) und
  3. Ihr Wohnort in Deutschland, einem anderen Land der EU, in der Schweiz, in Norwegen, Liechtenstein oder Island ist.

Sie können auch unter bestimmten Voraussetzungen Kindergeld für volljährige Kinder beantragen und erhalten.

 

  1. Wo und wie kann ich Kindergeld beantragen?

 

Sie können Kindergeld bei der für Ihren Wohnort zuständigen Familienkasse stellen. Für den Landkreis Meißen ist die Familienkasse Sachsen zuständig.

 

Der Antrag muss schriftlich eingereicht werden. Nähere Informationen erhalten Sie bei der Arbeitsagentur.

 

Unter folgenden Link finden Sie den Antrag auf Kindergeld: KgOnline: Auswahl Anliegen (arbeitsagentur.de)

 

  1. Ab wann steht mir die Zahlung des Kindergeldes zu?

 

Kindergeld steht Ihnen ab dem Monat der Geburt zu. Bitte beachten Sie, dass Kindergeld nur für die letzten sechs Monate vor Antragstellung rückwirkend gewährt werden kann.

 

  1. Wie hoch fällt mein Kindergeld aus?

 

Angaben zur Höhe entnehmen Sie bitte den Ausführungen der Familienkasse Kindergeld: Anspruch, Höhe, Dauer - Bundesagentur für Arbeit (arbeitsagentur.de)

 

VII. Finanzielle Unterstützung während des Elterngeldbezuges

Unterhaltsvorschuss

 

  1. Habe ich Anspruch auf Unterhaltsvorschuss?

 

Anspruch auf Unterhaltsvorschuss haben Kinder, die bei einem alleinerziehenden Elternteil leben und keinen oder keinen regelmäßigen Unterhalt von dem anderen Elternteil erhalten. Hierbei gibt es keine Einkommensgrenze für den alleinerziehenden Elternteil.

 

  1. Wie hoch ist der Unterhaltsvorschuss?

 

Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich nach dem Alter der Kinder. Nähere Informationen erhalten Sie beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter BMFSFJ - Unterhaltsvorschuss.

 

 

  1. Wo kann ich Unterhaltsvorschuss beantragen?

 

Den Unterhaltsvorschuss können Sie bei Ihrer Unterhaltsvorschussstelle (Unterhaltsvorschusskasse) beantragen - in der Regel beim Jugendamt. Zuständig ist das Jugendamt Ihres Wohnorts.

 

Landratsamt Meißen

Kreisjugendamt Sachgebiet Unterhaltsvorschuss

Loosestr. 17/19

01662 Meißen

 

E-Mail:            KJA.Unterhaltsvorschuss@kreis-meissen.de

Tel.:                 03521/725-3202

Fax:                 03521/725-3200

           

Landkreis Meißen - Unterhaltsangelegenheiten / Unterhaltsvorschuss / Beistandschaften / Beurkundungen (kreis-meissen.org)

 

Kinderzuschlag

 

  1. Habe ich Anspruch auf Kinderzuschlag?

 

Die aktuellen Voraussetzungen für den Bezug von Kindergeldzuschlag sowie zur aktuellen Höhe finden Sie bei der Familienkasse unter dem Link Kinderzuschlag: Anspruch, Höhe, Dauer - Bundesagentur für Arbeit (arbeitsagentur.de).

 

  1. Wo kann ich Kinderzuschlag beantragen?

 

Beantragen Sie Kinderzuschlag bei Ihrer zuständigen Familienkasse (siehe Abschnitt Kindergeld) oder online unter Kinderzuschlag - Einstieg (arbeitsagentur.de).

 

 

Wohngeld

 

  1. Habe ich Anspruch auf Wohngeld?

 

Wohngeld ist eine Leistung für Familien mit kleinem Einkommen. Sie können Wohngeld als Zuschuss zur Miete oder zu den Kosten selbst genutzten Wohneigentums bekommen.

 

  1. Wie hoch ist das Wohngeld

 

Die Höhe des Wohngelds hängt ab von, der Anzahl der Personen, die in der Wohnung leben, dem monatlichen Einkommen der Personen, die in der Wohnung leben und der Höhe der monatlichen Miete/Belastung.

 

Wenn die Höhe einer solchen Sozialleistung bestimmt wird, wird Ihr Elterngeld wie Einkommen behandelt und unter Abzug eines Freibetrages (300 Euro bei Basiselterngeld, 150 Euro bei ElterngeldPlus) auf die Sozialleistung angerechnet.

 

Mit dem Wohngeldrechner des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen können Sie vorab prüfen, inwieweit ein Anspruch auf Wohngeld besteht.

 

BMWSB - Wohngeld - Wohngeldrechner (gültig ab 01. Januar 2022) (bund.de)

 

  1. Wo kann ich Wohngeld beantragen?

 

Wohngeld können Sie bei der für Ihren Wohnort zuständigen Wohngeldstelle beantragen. Für den Landkreis Meißen (ausgenommen die Städte Coswig und Radebeul) ist die Wohngeldbehörde des Landratsamtes Meißen zuständig.

 

Landratsamt Meißen

Kreissozialamt Sachgebiet Sonstige soziale Leistungen

Loosestr. 17/19

01662 Meißen

 

E-Mail:            Kreissozialamt@kreis-meissen.de

Tel.:                 03521/725-3147

Fax:                 03521/725-88057

 

Nähere Informationen erhalten Sie unter Landkreis Meißen - Wohngeld (kreis-meissen.org).

 

VIII. Vaterschaftsanerkennung

 

  1. Warum muss ich eine Vaterschaftsanerkennung machen?

 

Wenn Sie zum Zeitpunkt der Geburt nicht mit der Mutter Ihres Kindes verheiratet sind, müssen Sie eine Vaterschaftsanerkennung als Vater abgeben.

Hinweis: Wenn die Mutter zum Zeitpunkt der Geburt mit einem anderen Mann verheiratet ist, können Sie keine Vaterschaftsanerkennung abgeben. Dann ist dieser Mann der rechtliche Vater des Kindes.

 

  1. Wann muss man die Vaterschaftsanerkennung machen?

 

Wenn Sie die Vaterschaftsanerkennung schon vor der Geburt abgeben, hat das den Vorteil, dass Sie in die Geburtsurkunde Ihres Kindes eingetragen werden. Geben Sie die Vaterschaftsanerkennung nach der Geburt ab, muss eine neue Geburtsurkunde ausgestellt werden.

 

  1. Was braucht man alles für die Vaterschaftsanerkennung?

 

  • Personalausweis oder Reisepass der Mutter
  • erfolgt die Zustimmung getrennt von der Anerkennung: beglaubigte Kopie der Anerkennungserklärung des Vaters.
  • Vor der Geburt: Nachweis des voraussichtlichen Geburtsdatums des Kindes (z.B. Mutterpass)
  • Nach der Geburt: Geburtsurkunde des Kindes

 

  1. Wo kann man eine Vaterschaftsanerkennung machen lassen?

 

Väter können die Vaterschaft für ein Kind jederzeit beim Standesamt, Jugendamt oder Notar anerkennen. Die Vaterschaft muss jedoch öffentlich beurkundet werden. Das bedeutet, die Vaterschaft muss in Anwesenheit einer zur Beurkundung befugten Person ausgesprochen werden (Notar, Mitarbeiter des Jugendamts etc.)

 

Weitere Informationen zum Thema Beurkundung erhalten Sie unter Landkreis Meißen - Weitere Informationen zu Beurkundungen (kreis-meissen.org).

 

  1. Bedeutet eine Vaterschaftsanerkennung auch das Sorgerecht für den Vater?

 

Nein, die Vaterschaftsanerkennung führt nicht dazu, dass dem Vater auch das Sorgerecht zusteht. Wenn Sie nicht miteinander verheiratet sind, dann hat nur die Mutter das elterliche Sorgerecht. Wenn Sie gemeinsam für Ihr Kind sorgen möchten, müssen Sie eine gemeinsame Sorgerechtserklärung abgeben, zum Beispiel beim Jugendamt oder bei einem Notar. Die Sorgerechtserklärung kann auch schon vor der Geburt abgegeben werden.

 

IX. Sorgerecht

 

  1. Was regelt das Sorgerecht?

 

Das Sorgerecht umfasst alle Angelegenheiten, die das weitere Leben Ihres Kindes betreffen z.B. die Bestimmung des Namens, die Anmeldung in einer Kindertagesstätte oder Schule, die Auswahl der Schule, die Ausbildung, die (religiöse) Erziehung, das Aufenthaltsbestimmungsrecht, das Umgangsrecht und medizinische Behandlungen.

 

Wenn Sie zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes miteinander verheiratet sind, wenn Sie einander nach der Geburt heiraten, wenn Sie erklären, dass Sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen (Sorgeerklärungen) oder wenn das Familiengericht Ihnen die elterliche Sorge gemeinsam überträgt, haben oder erwerben Sie als Eltern Ihres Kindes ein gemeinsames Sorgerecht.

 

Sie haben in allen Angelegenheiten der elterlichen Sorge Anspruch auf Beratung durch das zuständige Jugendamt.

 

  1. Wie bekommt man das gemeinsame Sorgerecht?

 

Wenn Sie nicht miteinander verheiratet sind und bisher keine Sorgeerklärungen abgeben haben, dann hat die Mutter das elterliche Sorgerecht allein. Wenn Sie dennoch gemeinsam für Ihr Kind sorgen möchten, müssen Sie erklären, dass Sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen. Diese sogenannten Sorgeerklärungen müssen öffentlich beurkundet werden, zum Beispiel beim Jugendamt oder bei einem Notar. Sie kann auch schon vor der Geburt abgegeben werden.

 

Seit 2013 können Väter das gemeinsame Sorgerecht auch ohne die Zustimmung der Mutter erhalten. Die Übertragung der gemeinsamen Sorge kann bei Familiengericht beantragt werden. Wenn die Übertragung der gemeinsamen elterlichen Sorge dem Kindeswohl nicht widerspricht, bewilligt das Gericht diesen Antrag.

 

X. Bundesstiftung Mutter und Kind – Schwangere in Notlage

 

  1. Habe ich Anspruch auf diese Unterstützung?

 

Sie haben Anspruch, wenn Sie Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, ein Schwangerschaftsattest und eine Notlage besteht (die Beratungsstellen prüfen hier die Einkommensverhältnisse).

 

  1. Für was kann ich Unterstützung erhalten?

 

Die Mittel werden für die Erstausstattung des Kindes, die Weiterführung des Haushaltes, die Wohnung und die Einrichtung sowie die Betreuung des Kleinkindes gewährt.

Hinweis: Die Zuschüsse werden nicht auf Sozialleistungen angerechnet.

 

  1. Wo stelle ich den Antrag?

 

Anträge auf finanzielle Unterstützung durch die Bundesstiftung können nur bei einer Schwangerschaftsberatungsstelle am Wohnort der Hilfesuchenden im entsprechenden Bundesland gestellt werden.

 

Bundesstiftung Mutter und Kind: ANTRAGSTELLUNG (bundesstiftung-mutter-und-kind.de)

 

Bemühen Sie sich rechtzeitig um einen Beratungstermin, da die Mittel vor der Geburt beantragt werden müssen.