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Landkreis Meißen
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28.06.2022 - Brandgeschehen im Landkreis Meißen – Stab für außergewöhnliche Ereignisse zusammengetreten

In den vergangenen Tagen kam es an verschiedenen Stellen im Landkreis Meißen zu Bränden. Eine besondere Herausforderung für die Feuerwehren stellte dabei der Brand in der Gohrischheide bei Zeithain dar. Zeitweise waren dort gleichzeitig mehr als 150 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus dem gesamten Gebiet des Landkreises Meißen, das Technische Hilfswerk (THW) sowie Katastrophenschutzeinheiten zur Versorgung und Sicherstellung im Einsatz, welche von der hierfür zuständigen Einsatzleitung der Gemeinde Zeithain über die Integrierte Regionalleitstelle (IRLS) Dresden angefordert und koordiniert wurden. Auch der Einsatzleitwagen des Landkreises wurde im Verlauf der Ereignisse von der Feuerwehr Zeithain genutzt.

Landrat Ralf Hänsel, welcher auf Grund einer schwerwiegenden Erkrankung nicht selbst vor Ort sein konnte, wurde fortlaufend über die Brandsituation und das Einsatzgeschehen informiert. Die Lageeinschätzung der örtlichen Einsatzleitung und der stellvertretenden ehrenamtlichen Kreisbrandmeister ergab zunächst kein Erfordernis für die Vorbereitung der Übernahme von Führungsaufgaben zur Brandbekämpfung durch den Landkreis Meißen. Nachdem im Laufe des gestrigen Abends jedoch weitere Brände, unter anderem in der Gemeinde Zeithain südöstlich des eigentlichen Brandgeschehens, gemeldet wurden, trat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse des Landkreises zusammen. Dieser hielt über Nacht die Verbindung zur Einsatzleitung vor Ort und zur IRLS Dresden. Weiterführende Maßnahmen mussten durch den Stab bisher nicht veranlasst werden.

Durch das Handeln der Einsatzkräfte sowie den in der Nacht einsetzenden und auch am Morgen noch andauernden Regens hat sich die Lage in der Gohrischheide mittlerweile entspannt. Auch alle weiteren Brände im Landkreis Meißen sind gelöscht oder unter Kontrolle. Die vom Landkreis im Rahmen der Amtshilfe angeforderten Kräfte der Feuerwehren aus den Landkreisen Mittelsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sind gleichwohl auf dem Weg, um die weiteren Löscharbeiten zu unterstützen. Ebenso die angeforderten Kräfte der Bundeswehr, welche insbesondere bei der Beräumung der ehemaligen Brandflächen in der Gohrischheide – soweit dies gefahrlos möglich ist – helfen werden.

„Den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren und des THW sowie den Mitgliedern der Katastrophenschutzeinheiten gelten mein besonderer Dank und meine Anerkennung“, teilte Landrat Ralf Hänsel telefonisch mit. „Auf sie ist auch bei gemeindeübergreifenden Einsätzen Verlass.“ Ein Großbrand wie in der Gohrischheide offenbart aber einmal mehr eine Problematik, auf welche die Landkreise schon seit Längerem hinweisen: Auch bei Großschadensereignissen verbleibt nach aktueller sächsischer Gesetzesregelung die Lageeinschätzung und -führung bei der Einsatzleitung vor Ort und kann nicht ohne Weiteres vom Landkreis koordiniert werden.

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