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Landkreis Meißen
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11.11.2021 - Corona-Situation im Landkreis Meißen

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des RKI für den Landkreis Meißen beträgt heute 859,5. Gegenüber gestern sind weitere 487 positiv auf das Coronavirus getestete Personen zu verzeichnen.

Im Landkreis Meißen gibt es damit bislang 22.557 Fälle positiv getesteter Personen, wobei im Vergleich zum Vortag zwei Fälle korrigiert wurden. Gegenwärtig gilt für 3.185 positiv getestete Personen eine behördlich angeordnete Quarantäne. 216 Kontaktpersonen von positiven Fällen wurden abgesondert.

Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 99 Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Meißen als stationär aufgenommen erfasst. Davon liegen 22 Personen auf der Intensivstation. Gegenüber dem Vortag sind fünf weitere Todesfälle zu verzeichnen. Die Zahl der Verstorbenen beläuft sich damit auf insgesamt 635 Personen. Bei den über 80-jährigen Erkrankten ist derzeit eine Todesrate von sieben Prozent festzustellen.

Die Hauptinfektionsfälle sind im Alter der 18- bis 59-Jährigen zu verzeichnen, wobei gegenwärtig ein sprunghafter Anstieg an positiven Fällen in der Gruppe der 5- bis 14-Jährigen festzustellen ist. Zwei Schulen im Landkreis Meißen sind durch das Landesamt für Schule und Bildung geschlossen worden, eine Grundschule in Großenhain und die Oberschule „Anne Frank“ Stauchitz.

Das Gesundheitsamt appelliert eindringlich an die Eigenverantwortung aller Bürgerinnen und Bürger: „Positiv getestete Personen müssen sich unverzüglich nach Kenntniserlangung des Testergebnisses absondern. Sie sind verpflichtet, ihre Hausstandangehörigen und weiteren engen Kontaktpersonen über das positive Testergebnis zu informieren. Wichtig ist, dass dies so schnell wie möglich erfolgt. Nach der geltenden Allgemeinverfügung müssen sich die Hausstandangehörigen von Infizierten absondern, auch wenn ihnen hierzu keine Information durch das Gesundheitsamt vorliegt. Ausgenommen von der Pflicht zur Absonderung sind geimpfte und genesene Hausstandangehörige und Kontaktpersonen.“ Enge Kontaktpersonen müssen sich nur nach einer Anordnung des Gesundheitsamtes in Quarantäne begeben.

Das Gesundheitsamt erhält seit dieser Woche erneut Unterstützung durch die Bundeswehr. Zehn Soldatinnen und Soldaten sind dort im Einsatz. Voraussichtlich ab nächster Woche werden auch die Elblandkliniken wieder an allen drei Standorten – Meißen, Radebeul und Riesa – durch die Bundeswehr unterstützt.

Drei Kontrollteams sind seit dem gestrigen Mittwoch im gesamten Landkreis Meißen unterwegs, um die Einhaltung der Corona-Schutz-Maßnahmen, insbesondere die 2G-Regel, zu kontrollieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und des Kreisordnungsamtes arbeiten dazu mit Kollegen der Polizeidirektion Dresden zusammen. Im Fokus der Kontrollen stehen Veranstaltungen, Einrichtungen von Freizeit, Kultur und Gastronomie, aber auch Erbringer körpernaher Dienstleistungen. Die Städte und Gemeinden im Landkreis wurden angefragt, inwieweit die Kontrollen unterstützt werden können.

Das Landratsamt Meißen wird seine Standorte weiterhin geöffnet lassen. Vorzugsweise sollte vor dem Besuch ein Termin vereinbart werden. Vor dem Hintergrund, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Fachbereichen jetzt das Gesundheitsamt unterstützen, kann es sein, dass die eine oder andere Auskunft oder Bearbeitung ein wenig mehr Zeit in Anspruch nimmt. Dafür bittet das Landratsamt um Verständnis.

Landrat Ralf Hänsel fordert alle Einwohnerinnen und Einwohner zu Vorsicht und gegenseitiger Rücksicht auf: „Um die aktuell schwierige Situation zu meistern, gilt es für uns alle die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Zudem ist das Impfen die wichtigste Form, sich und andere – vor allem Kinder und Menschen, für die es keine Impfempfehlung gibt – zu schützen. Insbesondere in der heute beginnenden Karnevalszeit sollte jeder prüfen, ob und in welcher Form gefeiert werden sollte.“

Korrektur des vierten Absatzes: 15.11.2021

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