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Landkreis Meißen
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Afrikanische Schweinepest im Landkreis Meißen - Wichtige Informationen

Verbringung von Zucht-/Nutzschweinen oder Schlachtschweinen aus der Sperrzone II in das Inland

Unter welchen Voraussetzungen erfolgt eine Genehmigung durch das LÜVA?

Afrikanische Schweinepest (ASP) in Sachsen (Landkreis Meißen)

Allgemeinverfügungen und Grafische Darstellung (Stand 04.07.2022)

Aufgrund von ASP-Fällen bei Wildschweinen im Landkreis Meißen hat die Landesdirektion Sachsen (LDS) folgende Allgemeinverfügungen erlassen:

zur Festlegung

Die kartografische Darstellung der aufgeführten Gebiete (Sperrzonen II und I, Kerngebiet) finden Sie im Geoportal-Sachsenatlas. als interaktive Karte.


Kadaversammelpunkte

Standorte im Landkreis Meißen

Im Gefährdeten Gebiet (Sperrzone II) gefundene Wildschweine (Fallwild, Unfallwild) sowie krank erlegte Wildschweine sind über die zentralen Kadaversammelpunkte (Link zur Kartendarstellung im Geoportal des Landkreis Meißen) zu entsorgen. Dies gilt auch für gesund erlegte Wildschweine, welche durch den Jagsausübungsberechtigten (JAB) nicht angeeignet werden.

Bei Aneignung von in der Sperrzone II erlegten Wildschweinen darf der Aufbruch grundsätzlich nur am Standort der Wildkammer erfolgen.

Der Aufbruch und die Schwarte von erlegten Wildschweinen aus dem Landkreis Meißen sind über die zentralen Kadaversammelpunkte zu entsorgen.

Es ist darauf zu achten, dass jeglicher Transport auslaufsicher stattfindet und Untergrund und Arbeitsmittel im Nachgang gereinigt und desinfiziert werden.

Bitte beachten Sie die Vorgaben zur Melde- und Untersuchungspflicht.

 


Tierfund-Kataster

Übermittlung der Daten von Fundtieren

ASP-Tierfund-Kataster

Das Tierfund-Kataster ermöglicht erstmals eine bundesweit einheitliche und standortgenaue Erfassung von Wildunfällen und anderen Tierfunden. So ist es auch möglich den Fund verendeter Wildschweine zu übermitteln. Eine mobile Eingabe der Funde per Smartphone ist über die Tierfund-Kataster-App (Download im App-Store von Apple und Google Play) möglich. In Abstimmung mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft werden die Daten zu Totfunden bei Wildschweinen an das zuständige Veterinäramt weitergeleitet, um ggf. im Rahmen einer ASP-Früherkennung geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Dieses Meldesystem dient der Vereinfachung der Meldewege zwischen Finder und zuständiger Behörde.
 


Übermittlung des Fundortes eines verendeten oder krank erlegten Wildschweines

Anleitung für Google-Maps unter Android-Geräten und iPhone oder iPad

Standort teilen

Öffnen Sie auf Ihrem Android-Smartphone oder -Tablet die App Google Maps.

  • Der blaue Punkt markiert Ihren aktuellen Standort.
  • Wenn Sie keinen blauen Punkt sehen, tippen Sie unten das Symbol Standort Standort.
  • Tippen Sie auf den blauen Punkt, bis sich das Info-Fenster öffnet.
  • Jetzt tippen Sie auf „Standort teilen" und wählen aus der Liste „E-Mail“ aus. Senden Sie die Koordinaten mit Ihrem Vor- und Zunamen, Anschrift und Telefonnummer an lueva@kreis-meissen.de.

Hinweis: Sie müssen mit ihrem Google-Konto angemeldet sein, um die Funktion "Standort teilen" nutzen zu können.

Falls Sie nicht angemeldet sind, können Sie sich die Koordinaten des Standortes anzeigen lassen, notieren und dann an das LÜVA übermitteln. 

  • Zoomen Sie auf den blauen Punkt.
  • Tippen Sie solange auf den blauen Punkt, bis er durch eine rote Fahne markiert ist.
  • Lesen Sie im Feld am oberen Kartenrand die Koordinaten ab, z.B. 51.298919, 13.538004 (Dezimalgrad, erster Wert = nördliche Breite, zweiter Wert = östliche Länge)

Afrikanische Schweinepest (ASP) | Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen (LDS)

Anzeigepflicht und Mitwirkung der Jagdausübungsberechtigten

Untersuchung von Wildschweinen auf Afrikanische Schweinepest (ASP) und Klassische Schweinepest (KSP)

Hinweise für Jagdausübungsberechtigte

Monitoring auf ASP und KSP

Das LÜVA Meißen ist beim Auffinden von Fallwild/Unfallwild sowie erlegten Stücken, die mit bloßem Auge erkennbare Krankheitserscheinungen zeigen („krank erlegt“), telefonisch oder per-E-Mail zu informieren.

 

 

 

 

Gesund erlegte Wildschweine

ein rotes und ein graues Blutröhrchen
bei ungenügender Menge an Blut zuerst oder ausschließlich das rote Blutröhrchen
Probenbegleitschein und Antrag zur Auszahlung der Aufwandsentschädigung zur Untersuchung von Schwarzwild 
Aufwandsentschädigung in Höhe von 50 Euro je Wildschwein bei auswertbarer Probe

 

Krank erlegte Wildschweine

ein rotes und ein graues Blutröhrchen
bei ungenügender Menge an Blut zuerst oder ausschließlich das rote Blutröhrchen
Probenbegleitschein und Antrag zur Auszahlung der Aufwandsentschädigung zur Untersuchung von Schwarzwild 
Entsorgung des Tierkörpers erst nach Rücksprache mit dem LÜVA Meißen
Aufwandsentschädigung in Höhe von 30 Euro je Wildschwein

 

Verendet aufgefundene (Fallwild, Unfallwild) Wildschweine  

eine Tupferprobe
Probenbegleitschein (Wichtig: Vermerk "Tupfer" im Feld "Beschreibung...", Nummer der Wildmarke auf Probenbegleitschein und Probengefäß notieren) und Antrag zur Auszahlung der Aufwandsentschädigung zur Untersuchung von Schwarzwild 
Entsorgung des Tierkörpers erst nach Rücksprache mit dem LÜVA Meißen
Aufwandsentschädigung in Höhe von 30 Euro je Wildschwein


Probenannahme sowie Bereitstellung von Probengefäßen und Probenbegleitscheinen

Standort Öffnungszeiten

01558 Großenhain
Remonteplatz 8

Telefon 03521 725-3513 oder -3522

Montag        07:30 - 12:00 Uhr
Dienstag      07:30 - 12:00 Uhr
                    14:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch      Schließtag
Donnerstag  07:30 - 12:00 Uhr
                    14:00 - 17:00 Uhr
Freitag         07:30 - 12:00 Uhr

01662 Meißen
Dresdner Straße 25 (Kellergeschoss)

Telefon 03521 725-3513 oder -3522

Montag       07:30 - 09:00 Uhr
Donnerstag 07:30 - 09:00 Uhr


Standorte für die Kadaver- und Tierkörperentsorgung

Karte

Tierkörperbeseitigungsanstalt Lenz (TBA)

Staudaer Weg 1
Ortsteil Lenz
01561 Priestewitz

Telefon: 035249 735-0
Telefax: 035249 735-25
E-Mail: info@tba-sachsen.de

Öffnungszeiten: wochentags zwischen 08:00 - 16:00 Uhr


An alle Jagdausübungsberechtigten des Landkreises Meißen

Afrikanische Schweinepest Meißen

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Bezug auf die Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen vom 20. Oktober 2020 sowie deren erste Änderung mit Allgemeinverfügung vom 22. September 2021 wird für den Landkreis Meißen folgende Verfahrensweise festgelegt: 

 

zu Punkt 1 der Allgemeinverfügung:

Die Anzeige von verendet aufgefundenen (Fall-und Unfallwild) sowie krank erlegten Wildschweinen erfolgt unter Angabe der Geodaten am auf den Fund- bzw. Erlegetag folgenden Arbeitstag beim Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt Meißen.

 

zu Punkt 2 der Allgemeinverfügung:

Die Jagdausübungsberechtigten entnehmen bei o. a. Wildschweinen an Ort und Stelle sofort Proben. Dabei sind bei Unfall- und Fallwild Tupferproben und bei krank erlegten Wildschweinen Blutproben zu entnehmen. Die Tupfer und Blutprobenröhrchen mit den dazu gehörigen Probenbegleitscheinen sind im Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt Meißen erhältlich und werden am folgenden Arbeitstag dort abgegeben. Die Proben werden von dort zur Untersuchung an die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen weitergeleitet.

Die Entsorgung der Tierkörper (Fallwild, Unfallwild, krank erlegte Wildschweine) an einem Kadaversammelpunkt oder der TBA erfolgt erst nach Rücksprache mit dem LÜVA Meißen.

 

zu Punkt 3 der Allgemeinverfügung:

Für die Anzeige von verendet aufgefundenen (Fall- oder Unfallwild) oder krank erlegten Wildschweinen erhält der Jagdausübungsberechtigte auf Antrag eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 30,00 EUR je Wildschwein.  Darüber hinaus erhält er für die Mitwirkung bei der sachgerechten Bergung des Tierkörpers und sicheren Zuführung zur unschädlichen Beseitigung durch die Tierkörperbeseitigungsanstalt (TBA) eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 30,00 EUR je Wildschwein.

 

zu Punkt 4 der Allgemeinverfügung:

Die Jagdausübungsberechtigten haben jedes gesund erlegte Wildschwein unverzüglich mit einer Wildmarke zu kennzeichnen, Blutproben für die virologischen Untersuchungen zu entnehmen und einen Probenbegleitschein auszufüllen. Das Probenmaterial ist am darauffolgenden Wochentag innerhalb der Dienstzeit dem LÜVA zu übergeben.

 

zu Punkt 6 der Allgemeinverfügung:

Ein Inverkehrbringen des Wildbrets von Wildschweinen darf erst nach Vorlage des negativen virologischen Untersuchungsbefundes erfolgen. Die Freigabe des Wildbrets erfolgt analog der Verfahrensweise bei der Untersuchung auf Trichinen. Bei Vorlage eines positiven virologischen Befundes wird der Jagdausübungsberechtige durch das LÜVA auf ASP unverzüglich informiert.

 

zu Punkt 7 der Allgemeinverfügung:

Für die Erfüllung der Pflichten zur Kennzeichnung, Probeentnahme, Ausfüllen eines Begleitscheines und Probenübergabe wird eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50,00 EUR je Wildschwein gewährt. Der Antrag auf Aufwandsentschädigung ist beim LÜVA unter Nutzung des bereitgestellten Formulares zu stellen. Die Aufwandsentschädigung wird nur einmal pro Wildschwein gezahlt.

 

Besucheranschrift:

Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt Meißen
Remonteplatz 8
01558 Großenhain

Sprechzeiten:

Mo         7:30-12:00 Uhr
Di           7:30-12:00 Uhr u. 14:00-18:00 Uhr
Mi          Schließtag
Do          7:30-12:00 Uhr u. 14:00-17:00 Uhr
Fr           7:30-12:00 Uhr

Weitere Termine nach telefonischer Rücksprache unter 03521 725-3514.

 

gez. Klaue

Amtstierarzt


Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bei einem Wildschwein im Landkreis Meißen

Pressemitteilung

Afrikanischer Schweinepest im Landkreis Meißen

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat am 13. Oktober 2021 bestätigt, dass ein im Landkreis Meißen am 8. Oktober geschossenes Wildschwein mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert war. Dies ist im Freistaat Sachsen der erste Nachweis der Afrikanischen Schweinepest außerhalb des Landkreises Görlitz.

Das infizierte Wildschwein wurde östlich der Bundesautobahn A 13 in der Nähe der Anschlussstelle Radeburg erlegt. Das infizierte Wildschwein wurde von der zuständigen Veterinärbehörde sichergestellt. Ein lokales Krisenzentrum wurde bereits eingerichtet und arbeitet eng mit dem Landestierseuchenbekämpfungszentrum zusammen.

Der positive Fund wurde im Rahmen des sächsischen ASP-Überwachungsprogramms nachgewiesen, wonach alle gesund geschossenen Wildschweine auf ASP zu untersuchen sind. Dieses ASP-Frühwarnsystem wurde bereits im April 2020 in den Landkreisen Görlitz und Bautzen eingeführt und am 22. September 2021 auf die Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie die Landeshauptstadt Dresden ausgedehnt. Seitdem sind in diesen Gebieten alle Jagdausübungsberechtigten verpflichtet, bei jedem gesund erlegten Wildschwein die Blutproben für die ASP-Untersuchung zu nehmen. Im Rahmen dieses Frühwarnsystems wurde bereits der sog. ASP-Indexfall - das heißt der erste Nachweis der Afrikanischen Schweinepest in Sachsen - am 31.10.2020 im Landkreis Görlitz nachgewiesen.

Staatssekretär Sebastian Vogel, Leiter des ASP-Krisenstabes: "Wir kämpfen seit fast einem Jahr gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest. Nunmehr wurde im Rahmen des ASP-Frühwarnsystems der Fund im Landkreis Meißen nachgewiesen, er liegt ca. 60 km vom bisher westlichsten Fund im Landkreis Görlitz entfernt. Die Eintragsquelle ist noch nicht bekannt, die epidemiologischen Ermittlungen wurden bereits aufgenommen. Wir gehen derzeit davon aus, dass es sich nicht um eine Übertragung durch migrierende Wildschweine aus den infizierten Gebieten im Landkreis Görlitz handelt. Es gilt jetzt das Ausmaß des Ausbruchsgeschehens im Landkreis Meißen festzustellen, insbesondere ob und inwieweit das Infektionsgeschehen vorangeschritten ist, um die notwendigen Maßnahmen einzuleiten".

Aktuell gibt es in Sachsen 549 bestätigte Fälle von Afrikanischer Schweinepest. Die Afrikanische Schweinepest ist eine ansteckende Allgemeinerkrankung der Schweine (Haus- und Wildschweine), die fast immer tödlich verläuft und unheilbar ist. Es gibt keine Möglichkeit, die Schweine durch eine vorbeugende Impfung zu schützen. Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über vom Schwein stammende Lebensmittel (Fleisch, Wurst) sowie über kontaminierte Gegenstände (Kleidung, Schuhe, Fahrzeuge) und Futter in andere Gebiete durch den Menschen übertragen werden. Für den Menschen und andere Tierarten ist die ASP nichtansteckend oder gefährlich.

 

 


Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SSG)

Afrikanische Schweinepest (ASP)

Erreichbarkeit des LÜVA Meißen

Telefon: 03521 725-3502

E-Mail: lueva@kreis-meissen.de

Außerhalb der regulären Dienstzeit wenden Sie sich in einer dringlichen Angelegenheit, welche keinen  Aufschub bis zum nächsten Werktag duldet, an die Integrierte Regionalleitstelle Dresden (Telefon: 0351 501210 oder 112).