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Landkreis Meißen
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Pressemitteilungen

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03.04.2020 - Corona - Aktuelles zur Situation im Landkreis Meißen

Im Landkreis Meißen sind aktuell 106 Personen an Corona-19 erkrankt, sieben werden stationär in den Elblandkliniken behandelt. Drei Patienten, darunter eine 86jährige Bewohnerin eines Altenpflegeheims, sind an der Krankheit inzwischen verstorben. 19 vor Wochen positiv getestete Personen durften inzwischen die häusliche Quarantäne beenden.

Die intensivmedizinischen Bereiche an deutschen Kliniken wurden in den letzten Wochen hochgefahren. So hat sich die Zahl der ITS-Betten von 22.000 auf insgesamt 40.000 erhöht, im Landkreis Meißen sind es aktuell rund 80 ITS-Betten. Beatmungsplätze gibt es derzeit deutschlandweit rund 30.000, im Landkreis Meißen rund 100.

Ein Blick noch auf Sachsen: Von den rund 26.000 Krankenhausbetten stehen 14.471 für Covid-19-Patieten bereit. Momentan sind davon 5.325 Betten frei. Die Zahlen belegen, dass der Höhepunkt der Epidemie noch nicht erreicht ist. So muss das gesamte Equipment einschließlich Personal von den Kliniken rund um die Uhr an jedem Tag für den Notfall bereitstehen.

Im Landkreis Meißen sind aktuell 106 Personen an Corona-19 erkrankt, sieben werden stationär in den Elblandkliniken behandelt. Drei Patienten, darunter eine 86jährige Bewohnerin eines Altenpflegeheims, sind an der Krankheit inzwischen verstorben. 19 vor Wochen positiv getestete Personen durften inzwischen die häusliche Quarantäne beenden.

Zu den derzeit wichtigsten Aufgaben im Gesundheitsamt gehört neben der Gesamtorganisation der Krise die Ermittlung der Kontaktpersonen, wenn ein Covid-19-Test positiv ausfällt. Die Fachärztin für Hygiene Dr. Nicole Rodewald, die heute Amtsärztin Petra Albrecht im Krisenstab vertrat, erläuterte, wie aufwändig inzwischen die Suche nach Kontaktpersonen ist: „Je mehr positive Tests umso höher ist natürlich die Zahl der Kontaktpersonen, die wir jeweils persönlich informieren und ihnen die Situation erklären. Am Beginn reichten drei Ermittlerteams, jetzt sind es fünf und ab Montag acht, die in Schichten arbeiten.“ Das Personal kommt vor allem aus den Reihen des Landratsamtes sozusagen als Amtshilfe u.a. aus dem Bereich Lebensmittelkontrolle.

Wesentlich ist in diesem Kontext auch eine gute Kommunikation mit den Städten und Gemeinden  im Landkreis. Und so wird Landrat Arndt Steinbach mit Zustimmung des Stabes dem Vorsitzenden des Kreisverbandes Meißen des Städte- und Gemeindetages (SSG) Bert Wendsche vorschlagen, einen Vertreter aus der Runde der Bürgermeister bzw. Bürgermeisterinnen in den Krisenstab zu delegieren: „Wir informieren den SSG täglich über die Beratungen des Stabes, doch wichtig ist für die Mitglieder auch ein Feedback aus den Reihen der Bürgermeister. Und so hoffe ich, dass wir bald  Verstärkung bekommen.“

Polizei-Kontrollen

Bei Polizeikontrollen wurde am Donnerstag ein besonders dreistes Vergehen gegen die Regeln der Ausgangsbeschränkungen ermittelt. Eine Gaststätte in Riesa hatte trotz des Verbots zu einem Treff hinter verdunkelten Fensterscheiben und verschlossener Tür eingeladen. Dieser Verstoß ist eine Straftat und wurde an die Staatsanwaltschaft übergeben. „Insgesamt“, so Polizeihauptkommissar Raiko Riedel, „ gab es am Donnerstag 16 Anzeigen gegen 37 Personen vor allem wegen unerlaubter Gruppentreffs. Schwerpunkt war Riesa.“

Fachkrankenhaus Coswig

Am 26. März nahm das Fachkrankenhaus Coswig seinen ersten an Covid-19 erkrankten Patienten stationär auf. Dabei handelt es sich um einen Mann aus Italien. Sein Zustand sei stabil, hieß es gestern aus der Klinik. Im Fachkrankenhaus, vor allem geschätzt als hochspezialisiertes Lungenzentrum, werden derzeit Betten auf der Intensivstation sowie in den Isolierbereichen anderer Stationen für Covid-19-Patienten vorgehalten. 

Die Unterbringung von Covid-19-Patienten erfolgt auf einer interdisziplinären Intensivstation. Aktuell werden weitere zwei Patienten aus Italien im Rahmen der europäischen Hilfe erwartet. Zugleich vermittelt die Behandlung aber auch wichtige Erfahrungen über den Verlauf der Erkrankung an einem immerhin noch weitgehend unbekannten Virus.      

Praxen für Tests

Der Vorstand der Elblandkliniken Frank Ohi informierte den Krisenstab über eine Initiative der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS): „Es sollen voraussichtlich weitere Praxen zur Testung auf das Covid-19-Virus eingerichtet werden.“ Inzwischen hat die KV auf ihrer Homepage darüber informiert: Bereits vor einigen Wochen wurde begonnen, Anlaufpraxen zur Testung auf das Corona-Virus einzurichten. In Zeiten einer so noch nicht dagewesenen Pandemie sei es notwendig, schnell und mit dem der außergewöhnlichen Situation angemessenen Pragmatismus zu handeln. In Abhängigkeit der Entwicklung der Corona-Pandemie sollen noch weitere Standorte hinzukommen. Diese Anlaufpraxen stehen ausschließlich Patienten zur Verfügung, die entweder durch ihren behandelnden Arzt oder das Gesundheitsamt dorthin überwiesen worden sind. Wo weitere Praxen neben der am Krankenhaus Meißen im Landkreis eingerichtet werden sollen, ist derzeit noch nicht bekannt.
 

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