1. Hauptnavigation
  2. Navigation der aktiven Seite
  3. Inhalt der Seite
Landkreis Meißen
Kontakt | Datenschutzerklärung | Impressum | Sitemap

Pressemitteilungen

  vorherige Meldung

29.03.2020 - Aktuelles zur Situation in Landkreis Meißen

Im Landkreis Meißen gibt es aktuell 68 Infektionen. Die Zahl der sechs stationären Behandlungen, zwei davon sind beatmungspflichtig, hat sich seit vier Tagen nicht erhöht.

Die beklemmenden Bilder aus Spanien, dem Elsass oder Italien über die Covid-19-Pandemie verknüpfen sich in Deutschland mit bangen Fragen nach der weiteren Entwicklung. Derzeit gibt es weltweit mehr als 600.000 Infektionen, in Deutschland sind es 48.781, davon sind 433 Patienten verstorben, 8.481 genesen. Der Freistaat Sachsen meldet heute 1.617 positiv Getestete, das sind 185 mehr als am Vortag.

Covid-19-Report aus dem Landkreis Meißen

Im Landkreis Meißen sind es aktuell 68 Infektionen. Die Zahl der sechs stationären Behandlungen, zwei davon sind beatmungspflichtig, hat sich seit vier Tagen nicht erhöht. Allerdings gibt es laut Elblandkliniken auf einer gesonderten Station sieben Verdachtsfälle, wo die Ergebnisse heute erwartet werden. 208 Menschen befinden sich im Landkreis Meißen in häuslicher Isolation. Das berichtete der Krisenstab auf seiner Beratung am Sonntag, dem 28. März.

Darüber, ob diese im Vergleich zu anderen sächsischen Landkreisen relativ geringe Steigerung an Neuerkrankungen den strengen Regeln der aktuellen Ausgangsbeschränkungen zuzuordnen ist, gibt es unterschiedliche Meinungen, aber keine sicheren Beweise. Die Polizei bilanzierte am sonnigen Samstag 42 Verstöße gegen die Allgemeinverfügung Ausgangsbeschränkungen. Zur Unvernunft gehörten Grillpartys und Trinkgelage. Doch selbst kleine Treffen von Familien sind in diesen Tagen kritisch. Die Amtsärztin Petra Albrecht erklärt warum: „So schwer es auch fällt, vor allem die Kinder bei fröhlicher Stimmung zu halten, es darf auch jenseits der Spielplätze, die ja geschlossen sind, keine Treffs mit anderen Familien geben. Wir wissen noch zu wenig über das Virus. Sind Kinder beispielsweise potenzielle Überträger, ohne selbst schwer daran zu erkranken?“ Darum bitte den Familienspaziergang an frischer Luft durchführen, auf enge Kontakte zu Freunden oder Bekannten muss vorerst jedoch verzichtet werden! Auch wenn die Wissenschaft auf Hochtouren forscht, können viele Fragen rund um Covid-19 noch nicht endgültig beantwortet werden. „Solange es keinen Impfstoff und keine erprobten Medikamente gegen Covid-19 gibt“, so die Amtsärztin, „sind auch die Risiken nicht planbar. Die vernünftigste und damit sicherste Entscheidung, das Virus nicht weiter zu verbreiten, sind Isolation und Distanz. Gab es einen Kontakt mit einem Infizierten, dann sind 14 Tage Hausquarantäne der beste Weg.“

Handwerkersorgen

Doch Covid-19 ist nicht nur ein Thema der Medizin. Auch soziale wie wirtschaftliche Probleme gehören leider dazu. Doch hier kann jeder ein wenig helfen!           

So ist die Situation im sächsischen Handwerk derzeit ambivalent. Es gibt Betriebe, vor allem im Baubereich, deren Auftragslage hervorragend ist. Doch Firmen mit einem Dienstleistungsprofil wie Raumausstatter, Fußbodenleger, auch Elektriker oder Maler machen sich große Sorgen um ihre Zukunft. Die Rücklagen sind schmal, die staatlichen Hilfen noch keine Garantie für die erfolgreiche Rückkehr auf den Markt. Landrat Arndt Steinbach hält es für eine gute Idee, „beim Handwerk nachzufragen, ob es möglich ist, kurzfristig einen Auftrag zu erledigen, bei dem die unmittelbare persönliche Distanz gewahrt werden kann.“ Der Landrat weiter: „Dem Handwerk geht es nicht durchweg schlecht. Die Konjunktur der letzten Jahre hat teilweise die Auftragsbücher gut gefüllt. Doch jetzt gibt es spürbare Lücken.“ Der Präsident der Handwerkskammer Dresden Dr. Jörg Dittrich unterstützt die Empfehlung aus dem Meißner Landkreis: „Wir dürfen das Handwerk in dieser für uns alle schweren Zeit nicht vergessen. Es wird viel über große Firmen und deren aktuelle Probleme informiert. Aber die Wertschöpfung findet im Mittelstand statt. Hier gibt es die meisten Arbeitsplätze und auch der immer noch zukunftsorientierte Ausbildungsmarkt ist eng mit dem Handwerk, auch mit den sächsischen Firmen, verknüpft.“ Darum: Anrufen, nachfragen, organisieren und mit persönlicher Distanz sowie unter Einhaltung der hygienischen Empfehlungen durchführen!    

Service