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Landkreis Meißen
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25.08.2020 - Corona-Virus: Aktuelle Situation im Landkreis Meißen

Krisenstab des Landratsamtes kommt zu Abstimmungen zusammen

Im Landkreis Meißen sind bislang und damit unverändert zu den Vortagen 258 Personen positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet worden. Von diesen befinden sich derzeit neun in behördlich angeordneter Quarantäne. Zudem sind 45 Kontaktpersonen von positiven Fällen zu verzeichnen.

Die in den vergangenen Tagen positiv getesteten Personen weisen keine Symptome bzw. nur einen milden Krankheitsverlauf auf. So werden gegenwärtig unabhängig vom Status der Quarantäne keine Personen stationär behandelt. 20 Personen sind insgesamt verstorben.

Erstmalig seit dem 23. Juni 2020 trat heute wieder der Infektions-Krisenstab im Landratsamt Meißen zusammen. Auch wenn die Entwicklung der Fallzahlen im Landkreis derzeit moderat verläuft, gab es Abstimmungsbedarf zwischen den verschiedenen Beteiligten. Zudem nahm letztmalig Landrat Arndt Steinbach an der Sitzung des Krisenstabes teil. Er nutzte die Gelegenheit, allen Krisenstabsmitgliedern für die bislang geleistete Arbeit zu danken. „Wenn die Zusammenarbeit weiter so gut funktioniert, ist mir nicht bange“, so der scheidende Landrat.

Amtsärztin Petra Albrecht berichtete, dass die Nachverfolgung der Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt in der vergangenen Woche wieder intensiviert wurde. Diese gestaltet sich schwieriger als zu Beginn der Corona-Krise, da die Infizierten mehrheitlich jung und sehr aktiv sind und damit mehr Kontakte aufweisen. Trotz des eher jüngeren Alters der Infizierten und des milden Verlaufes der Infektion bleiben die Sorgen, dass auch wieder verstärkt ältere Personen oder Personen aus Risikogruppen infiziert werden.

„Hygiene-Empfehlungen, wie Abstand halten und eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, werden leider zunehmend weniger ernst genommen“, bedauert Petra Albrecht, „hier eine Pflicht einzuführen, kann das Bewusstsein für diese wichtigen Regelungen wieder schärfen“, hofft die Leiterin des Meißner Gesundheitsamtes.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Meißen ist zudem mit vielen Anfragen zur Thematik der Reiserückkehrer sowie zu Hygienekonzepten beschäftigt, sodass an der Stelle bereits wieder personelle Verstärkung gefragt ist, die derzeit noch aus den Reihen der Landkreisverwaltung kommt.

Der Vertreter der Städte und Gemeinden im Krisenstab, Ralf Hänsel, blickt wie auch andere Städte und Gemeinden im Landkreis gespannt auch den bevorstehenden Schulstart und die Einschulungsfeiern der Erstklässler. „Es bleibt zu hoffen, dass es durch die anstehenden Feierlichkeiten nicht zu größeren Ausbrüchen kommt“, so der Zeithainer Bürgermeister. Einige Schulen stehen in Kontakt zum Gesundheitsamt, um Hygienemaßnahmen für das neue Schuljahr abzustimmen, bestätigte Petra Albrecht. „Unser Ziel ist es weiterhin, die Schulen offen zu halten und durch die konsequente Einzelfallverfolgung und schnelle Isolation von Infizierten und Kontaktpersonen keine Schule im Landkreis schließen zu müssen“, so die Amtsärztin.

Weiteres Thema war die neue Sächsische Corona-Schutz-Verordnung, die derzeit im Sächsischen Kabinett beraten wird. Hier waren sich die Vertreter der Polizei und des Dezernates Verwaltung einig, sich zeitnah abzustimmen – auch mit den Städten und Gemeinden, sollte die Maskenpflicht kommen und das Nicht-Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in Geschäften und im ÖPNV mit einem Bußgeld belegt werden.

Entspannt präsentiert sich derzeit die Lage im Rettungsdienst. Dr. Oliver Hensel zeigte sich mit dem schnellen und umfassenden Informationsfluss zu den Rettungskräften im Hilfsfall für Corona-Infizierte zufrieden. Bedenken äußerte er – ebenso wie der Leiter des Amtes für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen Ronald Voigt – bezüglich anstehender, dezentraler Feste und der Absicherung dieser durch Rettungssanitäter. „Auch bei einem örtlich breiter verteilten Festgelände sollten Rettungssanitäter an zentralen Punkten vor Ort sein, um schnell Hilfe leisten zu können“, so Ronald Voigt. Auch die mögliche Erhöhung der Obergrenze für Teilnehmerzahlen von über 1.000 Personen an Veranstaltungen sieht er kritisch.

Die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Elblandkliniken funktioniert nach wie vor gut und wird von beiden Seiten gelobt. Die Elblandkliniken führen an ihrer Infektionsambulanz am Standort Meißen wochentags Testungen durch. „Wir warten die weitere Entwicklung ab und sind vorbereitet“, so Vorstand Frank Ohi in der Krisenstabssitzung. Er regte zudem ein weiteres Abstimmungsgespräch zwischen den Kliniken und dem Gesundheitsamt an. „Mit der beginnenden Erkältungszeit und den typischen Symptomen wie Schnupfen, Husten Heiserkeit könnte eine Handlungsempfehlung zu einem vernünftigen Umgang mit Ängsten sinnvoll sein“, so Frank Ohi.

Ein neuer Termin für eine weitere Sitzung des Krisenstabes wurde vorerst nicht vereinbart. Entsprechend der zukünftigen Entwicklung der Fallzahlen wird der Krisenstab im Landratsamt Meißen bei Bedarf zusammentreten.

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