1. Hauptnavigation
  2. Navigation der aktiven Seite
  3. Inhalt der Seite
Landkreis Meißen
Kontakt | Impressum | Sitemap

Pressemitteilungen

  vorherige Meldungnächste Meldung Pfeil nach rechts

11.06.2013 - Verkehrslage bleibt kompliziert

Für den Landkreis Meißen gilt weiterhin der Katastrophenalarm.

Jetzt sind Schaufeln und Besen gefragt. Im Feuerwehrtechnischen Zentrum in Glaubitz leeren sich die Lager.

Jetzt sind Schaufeln und Besen gefragt. Im Feuerwehrtechnischen Zentrum in Glaubitz leeren sich die Lager.

Der Leiter des Verwaltungsstabes Peter Jönsson begründete die Entscheidung des Landrates: „Im sächsischen Abschnitt der Elbe gilt durchweg die Warnstufe 3. Der Pegel in Riesa steht heute (11.6.) bei 7,42 Meter. Eine unmittelbare Gefahr für Leben und Gut besteht nicht mehr. Doch unendlich viel Müll, Treibgut auf dem Strom bzw. an den Uferzonen, völlig durchweichte Deiche sowie eine immer noch komplizierte Verkehrssituation im gesamten Landkreis sind die Gründe dafür, dass der Alarm nicht aufgehoben wird.“ Überall beginnt das große Aufräumen. Vor allem das Technische Hilfswerk mit seinen Pumpen leistet in diesen Tagen entlang der Elbe eine großartige Arbeit.

Auch in der Gemeinde Zeithain normalisiert sich die Hochwassersituation in den elbnahen Ortsteilen stündlich. Lorenzkirch und Cottewitz sind allerdings noch nicht zu Fuß oder mit dem Auto erreichbar. „Wir planen“, so Stabschef Albrecht Hellfritzsch, „gemeinsam mit der Bundespolizei einen Shuttleverkehr. Derzeit werden die Bedingungen geprüft.“ Der VVO hat als Alternative für die gesperrte Straßenbrücke zur B 169 mit der Deutschen Bahn in Riesa einen Brückenshuttle mit der Eisenbahn eingerichtet. Dazu erklärte Landrat Arndt Steinbach in seiner Funktion als Vorsitzender des VVO:“ Ergänzend zur Linie RE 50 verkehren zwischen Riesa und Coswig Pendelzüge mit Halt an allen Unterwegsbahnhöfen. Damit besteht von vier Uhr bis Mitternacht im 30-Minuten-Takt eine Fahrmöglichkeit. Für Autos können die P+R-Plätze an den Stationen genutzt werden. In den Nachtstunden verkehrt der Brückenshuttle stündlich zwischen Riesa und Priesterwitz.“

Die Staatsstraße entlang der rechten Elbseite ist bis Lorenzkirch wieder geöffnet, die Brücke Niederwartha bleibt weiterhin gesperrt. Für die Stadt Meißen gibt es noch keine Entwarnung. „Die B 6 ist offen, der Schottenbergtunnel weiterhin gesperrt“, informierte Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke den Stab. Die Stadt appelliert vor allem an die „Brummifahrer“, die B 6, die zur Kreuzung Hochuferstraße/Leipziger Straße auch als Umleitung für die Zufahrt zur B 101 ausgeschildert ist, weiträumig zu umfahren. Geschlossen bleibt nach Aussage des Oberbürgermeisters vorerst auch die Altstadtbrücke für den Verkehr: „Sie ist unsere wichtigste Ver- und Entsorgungsader beim Großputz in der Stadt.“

Ebenfalls geschlossen bleiben auch die B 169 und damit die Elbbrücke in Riesa. Das Wasser an der Kreuzung Moritz/Röderau sei noch viel zu hoch, begründete Albrecht Hellfritzsch die Entscheidung.

In der Gemeinde Nünchritz kämpft das THW am Einkaufsmarkt immer noch gegen das Hochwasser. Bürgermeister Gerd Barthold ist allerdings optimistisch, dass sich bis Donnerstag die schwierige Lage entspannen wird. „Gegenwärtig steht das Auspumpen der Keller an erster Stelle“, so der Bürgermeister. „Ich hoffe sehr, dass unsere Hinweise, einen Statiker vor der Aktion zu befragen, nicht ungehört bleiben.“ Die Adressen sind auf der Homepage des Landkreises veröffentlicht. Ein Hinweis: Weder der Landkreis, die Feuerwehren noch das THW verleihen Trockner.

Die Landkreisbewohner, die sich gegenwärtig noch in der Evakuierung befinden, erhalten umgehend Nachricht, wenn sie in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren können.

Über eine erste Schadensbilanz informierten Meißen und Nünchritz. Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke war selbst erstaunt, dass von der Flut 2013 weit mehr Geschäfte als Wohnhäuser im Vergleich zu 2002 betroffen sind: „Das liegt auch daran, dass die Nebenflüsse wie die Triebisch diesmal nicht über die Ufer getreten sind.“ In der Gemeinde Nünchritz lässt Bürgermeister Gerd Barthold die Schäden an der Infrastruktur sowie öffentlichen Gebäuden dokumentieren. Die Landkreisverwaltung wird gemeinsam mit den Städten und Gemeinden die Schadensbilanz analog der Erfahrungen aus dem Jahr 2002 erarbeiten.

Haben Sie Fragen zur Flut 2013, dann rufen Sie das Bürgertelefon an: 03521-725-7777.

Service

Logo Adobe

Sollten Sie den kostenlosen PDF-Reader noch nicht auf Ihrem Rechner installiert haben, so können Sie ihn hier downloaden.