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Landkreis Meißen
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Pressemitteilungen

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07.06.2013 - Situation entspannt sich nur langsam!

In der Nacht vom 6. zum 7. Juni gab es in der Gemeinde Zeithain den Versuch einer spektakulären Rettungsaktion einer Milchviehanlage mit 600 Tieren im Ortsteil Kreinitz, die gegenwärtig noch andauert. Mit Sandsäcken, transportiert durch eine Hubschrauberstaffel der Bundeswehr, sollen zusätzliche Dämme rund um die Anlage das Elbewasser zurückdrängen.

Auch in anderen Orten hat sich die Hochwassersituation im Landkreis Meißen noch nicht wesentlich entspannt. In den gestrigen Nachmittagsstunden versuchte das THW mittels Hochleistungspumpen im Ortsteil Kötitz ein Überlaufen der Elbe Richtung Coswig zu verhindern und war erfolgreich. „Damit“, so Stabschef Albrecht Hellfritzsch, “konnten wir eine Überflutung der Stadt verhindern.“

Durch die Stagnation der Fluten entlang der Elbe im Landkreis Meißen weichen die Dämme weiter auf, viele sind bereits überflutet. In den Morgenstunden startete ein Hubschrauber der Polizei zu einem Erkundungsflug von Meißen bis Strehla. Die Bilder zeigen beeindruckend die Hochwassersituation. Im Bereich Lorenzkirch hat der Strom eine Ausdehnung von rund einem Kilometer. In Promnitz bei Riesa scheint ein Deich gebrochen, was aber derzeit nur sekundäre Bedeutung hat, da fast alle Deiche zwischen Hirschstein und Strehla überflutet sind. Die Gemeinde Zeithain gleicht einer Insellandschaft in einem Meer von Elbewasser, in Riesa sind der Flugplatz sowie die angrenzenden Gebiete überflutet, auch die Milchviehanlage in Prausitz ist vom Hochwasser bedroht. Ursache ist ein Dammbruch der Dahle in Brandenburg. Der Blick auf Meißen zeigt, dass die Situation immer noch sehr angespannt ist. Landrat Arndt Steinbach hat seine USA-Reise abgebrochen und war bereits eine Stunde nach der Landung am Donnerstag im Krisengebiet entlang der Elbe unterwegs: „Der Stab und die Technische Einsatzleitung leisten eine hervorragende Arbeit, doch mich hat eine große Unruhe gepackt und ich möchte in der Heimat bei den Menschen sein.“

Ein großes Problem im gesamten Landkreis Meißen ist die Verkehrssituation. Gesperrt sind die B6 auf der gesamten Länge der Stadt Meißen, der Schottenbergtunnel in Meißen und damit die Verbindung zur B 101 auf der linken Elbseite sowie die gesamte S 88 zwischen Coswig und Zeithain rechtselbisch. Wann der Meißner Tunnel wieder öffnet, ist derzeit nicht zu sagen. „Wir werden alles tun“, so Oberbürgermeister Olaf Raschke, „um die getrennten Elbeseite so schnell wie nur möglich wieder zu vereinen.“

Viele Anrufer am Infotelefon des Kat-Stabes fragen nach möglichen Belastungen des Trinkwassers. Das Gesundheitsamt kontrolliert in diesen Tagen der Flut in einem sehr engen Rhythmus das Wasser. Nach aktuellen Ergebnissen ist die Trinkwasserversorgung im Landkreis Meißen stabil. Das Amt der Landkreisverwaltung empfiehlt dennoch, das Wasser für den Verzehr abzukochen oder Mineralwasser zu verwenden.

Ein Hinweis zum Thema Evakuierungen: Wer seine Angehörigen sucht, wendet sich bitte an folgende Telefonnummer 070040030040. Es sind jene Namen und Adressen registriert, wo eine Evakuierung über Hilfsdienste vorgenommen wurde.

Und wie jeden Tag: Haben Sie Fragen zum Hochwasser, dann rufen Sie uns an: 03521-725-7777. Wir sind auch am Sonnabend und Sonntag rund um die Uhr für Ihre Fragen und Sorgen im Dienst!

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