1. Hauptnavigation
  2. Navigation der aktiven Seite
  3. Inhalt der Seite
Landkreis Meißen
Kontakt | Impressum | Sitemap

Hochwasser 2013

Luftbild Landkreis Meißen (Quelle: Bundeswehr)

Luftbild Landkreis Meißen (Quelle: Bundeswehr)

Die Menschen im Landkreis Meißen erlebten im Juni 2013 zum vierten Mal innerhalb von zehn Jahren eine Flutkatastrophe. Im Rahmen der Katastrophenhilfe waren vom 2. bis 20. Juni 2013 ca. 2.700 Kameraden örtlicher und befreundeter Feuerwehren, 600 Kräfte des Technischen Hilfswerkes, über 1.000 Soldaten der Bundeswehr und eine Vielzahl von Polizeikräften rund um die Uhr im Einsatz. Ihnen sowie den Mitgliedern des DRK, der Johanniter, des Arbeiter-Samariter-Bundes, der DLRG und nicht zuletzt den unzähligen freiwilligen Helfern gilt unser aller Dank und die höchste Anerkennung für ihren großartigen Einsatz in den Stunden der Hochwasserkatastrophe sowie beim großen Aufräumen. Der materielle Schaden an öffentlicher und privater Infrastruktur einschließlich Unternehmen beträgt im Landkreis Meißen nach einer ersten Schadenserfassung etwa 168 Millionen Euro. Die Sächsische Staatsregierung hat ein ganzes Bündel von Maßnahmen beschlossen, mit denen vom Hochwasser betroffenen Bürgern, Unternehmen und Kommunen beim Wiederaufbau geholfen werden soll. Hierzu erhalten Sie auf den folgenden Seiten zahlreiche Informationen. Zur Unterstützung des Aufbaus insbesondere der öffentlichen Infrastruktur wurde beim Landkreis Meißen ein Wiederaufbaustab gebildet, welcher von Herrn Landrat Arndt Steinbach geleitet wird. Der Wiederaufbaustab hat am 1. Juli 2013 seine Arbeit aufgenommen.


Finanzhilfen für betroffene Privatpersonen, Unternehmen, Vereine und Träger öffentlicher Infrastruktur

Auf der Basis der Richtlinie Hochwasserschäden 2013 erhalten Betroffene eine finanzielle Unterstützung zur Beseitigung der Hochwasserschäden. Zuwendungszweck ist die Beseitigung hochwasserbedingter Schäden sowie der nachhaltige Wiederaufbau von baulichen Anlagen, Gebäuden, Gegenständen und öffentlicher Infrastruktur, die durch das Hochwasser 2013 unmittelbar beschädigt worden sind. Dies schließt auch Schäden von wild abfließendem Wasser, Sturzflut, aufsteigendem Grundwasser, überlaufender Regenwasser- und Mischkanalisation sowie Hangrutsch ein. Durch menschliches Versagen verursachte Ereignisse gelten nicht als Schaden.

Privatpersonen bekommen nach der vom sächsischen Kabinett am 20. August 2013 verabschiedeten neugefassten Richtlinie Hochwasserschäden 2013 in der Regel bis zu 80 Prozent der Gebäudeschäden ersetzt. Für denkmalpflegerischen Mehraufwand beträgt die Zuwendung in der Regel bis zu 100 Prozent. Zuschüsse in Höhe von bis zu 80 Prozent gibt es auch zur Beseitigung von Schäden an Unternehmen u. a. der gewerblichen Wirtschaft, der Land- und Forstwirtschaft sowie von Genossenschaften und Stiftungen.

Aufbauhilfe erhalten zudem u.a. Vereine, sofern sie Eigentümer des geschädigten Objektes sind, Kommunen, kommunale Zusammenschlüsse sowie nicht-kommunale Träger von Bildungs-, Sport und sonstigen Infrastruktureinrichtungen, Klöster, Kirchen, jüdische Gemeinden sowie Nahverkehrsunternehmen.

Zuwendungsvoraussetzungen sind u. a., dass der Betroffene unverschuldet in eine Notlage geraten ist und die Höhe des Schadens bestimmte Bagatellgrenzen überschreitet.

Weiteren Informationen zur Umsetzung der Richtlinie Hochwasserschäden 2013 sowie zu weiteren Finanzhilfen erhalten Sie durch Anklicken der Sie interessierenden Bereiche auf der linken Navigationsleiste.

Die vom Kabinett am 20. August 2013 verabschiedete und veröffentlichte Richtlinie Hochwasserschäden 2013 vom 3. September 2013 finden Sie hier:


Die Pressemitteilung vom 26. Juli 2013 mit den Informationen zum Ergebnis der Verhandlungen zwischen Bund und Ländern finden Sie hier:


Eine Zusammenfassung aller vom Freistaat Sachsen bislang in die Wege geleitete Hilfsmaßnahmen für vom Juni-Hochwasser 2013 Betroffene können Sie nachfolgendem Schreiben von Herrn Staatsminister Dr. Johannes Beermann vom 1. August 2013 entnehmen:


Klärungsstelle für Härtefälle

Über den in der Richtlinie getroffenen Regelungen hinaus, kann im Einzelfall eine Förderung erfolgen, soweit dies erforderlich ist, um nach Sinn und Zweck der Richtlinie oder einzelner ihrer Regelungen eine nicht anders abwendbare unbillige Härte zu vermeiden. Zur Entscheidung über unbillige Härten wurde bei der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank eine Klärungsstelle eingerichtet. Weiter Informationen dazu entnehmen Sie dieser Pressemitteilung:


Orden für Fluthelfer

Anlässlich der Flutkatastrophe im Juni 2013 stiftet die Sächsische Staatskanzlei einen „Fluthelfer-Orden 2013“ für alle Einsatzkräfte und freiwilligen Helfer im Freistaat Sachsen. Die zu Ehrenden erhalten mit der Aushändigung des Ordens zudem eine vom Ministerpräsidenten unterzeichnete Urkunde.

Auszeichnungswürdig sind Personen, die während des Hochwassers im Juni 2013 insgesamt mindestens 24 Stunden gemeinnützig im Einsatz gegen die Flut geholfen haben. In Frage kommen auch Helfer aus Regionen außerhalb des Freistaates Sachsen. Angehörige des Technischen Hilfswerkes, der Bundespolizei und der Bundeswehr sind von einer Ehrung mit dem sächsischen Fluthelfer-Orden ausgenommen, da diese in einem anderen, von der Bundesregierung initiierten Ordensverfahren berücksichtigt werden.

Anregungen, welche Personen mit einem sächsischen Fluthelfer-Orden ausgezeichnet werden sollten, können von allen Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat Sachsen entweder direkt beim Sächsischen Staatsministerium des Innern unter der E-Mail-Adresse fluthelferorden@smi.sachsen.de unterbreitet oder über die Stadt- und Gemeinde­verwaltungen durch einen Eintrag in die vor Ort ausliegenden Listen eingereicht werden. Für die unmittelbare Einreichung beim Sächsischen Staatsministerium des Innern sollte das Formblatt, welches auf der Homepage des Freistaates unter www.sachsen.de zu finden ist, verwendet werden.

Die Anregung muss Name, Vorname, das Geburtsdatum, die Wohnanschrift der/des zu Ehrenden und eine Unterschrift des/der Vorschlagenden (als Bestätigung des mindestens 24 Stunden dauernden Einsatzes) enthalten. Entsprechende Vorschläge können bis zum Jahresende 2015 erfolgen; spätere Eingänge bleiben unberücksichtigt.

Das Ordensstatut für den Fluthelfer-Orden 2013 finden Sie hier:


Service

Logo Adobe

Sollten Sie den kostenlosen PDF-Reader noch nicht auf Ihrem Rechner installiert haben, so können Sie ihn hier downloaden.