24.05.2010 - Unwetterereignis im Kreis Meißen
Am Nachmittag des 24. Mai 2010 zog eine Gewitterfront mit einem Wirbelsturm über die Orte Großenhain, Zeithain, Wülknitz, Röderaue, Radeburg und Ebersbach. Fünf Ortsteile wurden stark beschädigt. Es kam zu starken Zerstörungen im Kreisgebiet, insbesondere im Bereich der Stadt Großenhain mit Personen- und materiellen Schäden. Ein 6 Jahre altes Mädchen wurde getötet und drei Personen verletzt, die durch den öffentlich rechtlichen Rettungsdienst versorgt wurden, davon eine Person schwer, mit stationärer Aufnahme. 41 leicht verletzte Personen suchten selbstständig die Kliniken in Großenhain und Riesa auf.
Am Nachmittag des 24. Mai 2010 zog eine Gewitterfront mit einem Wirbelsturm über die Orte Großenhain, Zeithain, Wülknitz, Röderaue, Radeburg und Ebersbach. Fünf Ortsteile wurden stark beschädigt. Es kam zu starken Zerstörungen im Kreisgebiet, insbesondere im Bereich der Stadt Großenhain mit Personen- und materiellen Schäden. Ein 6 Jahre altes Mädchen wurde getötet und drei Personen verletzt, die durch den öffentlich rechtlichen Rettungsdienst versorgt wurden, davon eine Person schwer, mit stationärer Aufnahme. 41 leicht verletzte Personen suchten selbstständig die Kliniken in Großenhain und Riesa auf.
In großen Teilen der Ortschaften Großenhain, Rostig, Colmnitz, Walda-Kleinthiemig und Bauda wurden Dächer, Gebäude sowie Teile der Infrastruktur zerstört. 150 Personen wurden evakuiert, davon 61 Personen in die Turnhalle des Gymnasiums Großenhain. 50 Personen konnten jedoch am gleichen Abend wieder in ihre Wohnungen zurück kehren. Im Ortsteil Walda-Kleinthiemig wurden täglich 500 Personen durch den Einsatzzug DRK Dresden-Land versorgt. Die Versorgung der Bevölkerung durch den Einsatzzug wurde in den betroffenen Ortsteilen bis zur Zuschaltung der Energieversorgung am 26.05.2010 aufrecht erhalten. Im Schadensgebiet waren durch Zerstörungen von Gebäuden und Infrastruktur ca. 14.000 Einwohner betroffen.
Der Landkreis rief den Stab „Außergewöhnliche Ereignisse“ (SAE) ein. Die Führungsunter-stützungsgruppe Feuerwehr des Landkreises Meissen kam zum Einsatz. Ihr wurde durch die Stadt Großenhain die Einsatzleitung für den Zeitraum 24.05.2010 20:00 Uhr bis zum 25.05.2010 16:00 Uhr übergeben, der Kreisbrandmeister war Einsatzleiter.
Durch den Wirbelsturm kam es zur Zerstörung von Stromleitungen- und masten. In großen Teilen der Ortschaften Großenhain, Rostig, Colmnitz, Walda-Kleinthiemig und Bauda wurden die Dächer zerstört, 3 Eingänge eines Häuserblocks in Großenhain mussten bauaufsichtlich gesperrt werden, weitere Häuser sind einsturzgefährdet. Öffentliche Straßen, Bahnlinien sowie die Bundeswasserstrasse Röder wurden durch umgestürzte Bäume blockiert. Sämtliche Parkanlagen sowie der Friedhof der Stadt Großenhain sind zerstört. Industrie- und Gewerbegebäude im Industriegebiet „Flugplatz“ wurden teilzerstört. Insgesamt wurden ca. 3.500 Wohngebäude teilzerstört, davon ca. 1.050 Gebäude in den Ortsteilen Colmnitz, Bauda, Walda-Kleinthiemig und Rostig. Ein großer Teil der öffentlichen Gebäude der Großen Kreisstadt Großenhain und des Landkreises Meißen sind stark beschädigt.
Die Zufahrten zu den Ortschaften Bauda, Walda-Kleinthiemig und Rostig wurden gesperrt, um den Sensationstourismus einzudämmen und die Aufräumarbeiten nicht zusätzlich zu behindern.
Durch den Wirbelsturm entstanden Schäden in Höhe von ca.
· 50 Mio EUR an Wohngebäuden
· 50 – 70 Mio EUR an Gebäuden der Industrie und des Gewerbes
· 10 Mio EUR an öffentlichen Gebäuden der Stadt Großenhain
· 2 – 3 Mio EUR an öffentlichen Gebäuden des Landkreises Meißen
· 200.000 € an Bundes- Staats- und Kreisstraßen
· 33.000,00 € an Bäumen als Naturdenkmäler
Zur Bekämpfung der Großschadenlage waren 1526 nichtpolizeiliche Einsatzkräfte im Einsatz
- davon 603 aus anderen Landkreisen
- davon 244 Einsatzkräfte THW

