1. Hauptnavigation
  2. Navigation der aktiven Seite
  3. Inhalt der Seite
Landkreis Meißen
Kontakt | Impressum | Sitemap

Newsarchiv

  vorherige Meldungnächste Meldung Pfeil nach rechts

14.05.2010 - Individuelle modulare berufliche Rehabilitation zeigt Erfolg

Brueck

Katja Werner (r.) ist glücklich. Sie erhielt nach erfolgreichem Praktikum einen Arbeitsplatz im Kunstverlag Brück & Sohn in Meißen.

Seit Juli letzten Jahres arbeitet das Amt für Arbeit und Soziales (AfAS) des Landkreises Meißen im Bereich der beruflichen Rehabilitation von Langzeitarbeitslosen intensiv mit der Deutschen Privaten Finanzakademie (DPFA) in Großenhain zusammen. Diese bietet speziell für Rehabilitanden und Schwerbehinderte eine sechsmonatige Maßnahme zur (Wieder-) Eingliederung in Arbeit an.

Die Ergebnisse der bislang durchgeführten drei Durchgänge mit insgesamt 37 Teilnehmern können sich durchaus sehen lassen. In aktuell 17 Fällen erfolgte nach Maßnahmeende eine Übernahme im Praktikumsbetrieb oder die Vermittlung eines anderweitigen Arbeitsplatzes. Rechnerisch ergibt dies eine Vermittlungsquote von 46 Prozent. Positiv zu bewerten ist darüber hinaus die grundsätzliche Motivation aller Teilnehmer, die diese Chance für ihre berufliche Wiedereingliederung nutzen und mit Unterstützung neue Tätigkeitsfelder auf dem Arbeitsmarkt für sich erkennen.

Konzeptionell basiert die Maßnahme auf einer komplexen Herangehensweise und stellt zunächst die Entwicklung einer tragfähigen beruflichen Perspektive, die auf die persönliche Situation des Teilnehmers ausgerichtet ist und insbesondere dessen gesundheitliche Einschränkungen berücksichtigt, in den Vordergrund. In enger Abstimmung und kooperativer Zusammenarbeit der DPFA-Mitarbeiter mit den Reha-Fallmanagern im AfAS erhalten die Maßnahmeteilnehmer umfassende Hilfe bei ihren Bewerbungsbemühungen, werden vermittlungsorientiert bzw. berufsfördernd individuell begleitet sowie im gesamten Integrationsprozess kontinuierlich betreut.

Neben der Vermittlung von theoretischem Grundwissen und Kenntnissen im Umgang mit dem Computer werden danach vor allem mehrere Arbeiterprobungen zur Abklärung der fachlichen oder gesundheitlichen Eignung durchgeführt. Die Arbeitsbereiche und vorgesehenen Berufs-richtungen sind sehr vielfältig und reichen von klassischen Büroarbeiten, über Verkäufertätigkeiten bis hin zu handwerklichen Berufen oder Helfertätigkeiten im Bau- und Dienstleistungsgewerbe. Die Teilnehmer lernen hierbei die typischen Anforderungen eines Berufes kennen und können in diesem Zusammenhang ihre Fähigkeiten, Stärken und Einschränkungen austesten.

Derzeit befinden sich wiederum 20 Teilnehmer in 2 laufenden Maßnahmen, sodass die Notwendigkeit solcher Projekte nach wie vor gegeben ist. Interessierte Arbeitgeber und Unternehmen, die mit einem Praktikums-/oder Arbeitsplatz die Integration von Rehabilitanden und Schwerbehinderten unterstützen möchten, können sich gern bei der DPFA melden (Telefon: 0 35 22 / 50 56 00). Das Amt für Arbeit und Soziales steht hinsichtlich individueller Fördermöglichkeiten als Ansprechpartner zur Verfügung.