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Landkreis Meißen
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Gartenabfälle gehören nicht in den Wald

Im Frühjahr beginnt allerorts wieder die Gartenarbeit. Damit fällt naturgemäß auch wieder reichlich Grünabfall an. Nun entsorgt mancher Gartenbesitzer Grünschnitt und dergleichen aus Bequemlichkeit oder Unkenntnis einfach im Wald.

Bitte denken Sie daran: jede Waldfläche hat einen Eigentümer! Waldbesitz wurde über Generationen gepflegt und unterhalten und der Besitzer ist in den meisten Fällen stolz auf sein Eigentum.
Wie würden Sie reagieren, wenn Ihnen jemand Abfall über die Grundstücksgrenze in den Garten kippt? Sie würden es als grobe Missachtung Ihrer Eigentümerrechte betrachten.

Dem trägt auch der Gesetzgeber Rechnung. Gartenabfälle dürfen laut § 2 Abs. 2 der Pflanzenabfallverordnung nur auf dem Grundstück entsorgt werden, auf dem sie anfallen.
Nach § 52 Abs. 2 Nr.2 Sächsisches Waldgesetz handelt ordnungswidrig, wer Abfälle, auch Pflanzenabfälle, einfach im Wald ablagert. Dies kann mit einem Verwarngeld oder Bußgeld geahndet werden. Die Ordnungswidrigkeit kann je nach den Umständen des Einzelfalles mit einer Geldbuße bis zu 2.500 Euro geahndet werden.

Gegenseitige Rücksichtnahme und Achtung vor der Arbeit des anderen sollte in allen Lebensbereichen aufgebracht werden, um Konflikte zu vermeiden, die absolut nicht notwendig sind.
Der Wald wird von vielen Menschen als Ort der Erholung und für viele Freizeitaktivitäten genutzt. Wohl jeder ärgert sich dann über Abfall- und Müllhaufen, der Wald ist schließlich keine Deponie.

Gartenabfall gehört auf den Kompost, zur Grünabfallsammelstelle oder in das entsprechende Behältnis des regionalen Entsorgers und eben nicht in den Wald!

Durch Grünabfälle aus Gärten verbreitet sich auch eine Vielzahl nicht heimischer Pflanzenarten, sog. Neophyten. Die meisten dieser „Neubürger" stellen kaum eine Gefahr für die Natur oder die menschliche Gesundheit dar. Einige wenige dieser Arten bilden aber eine Ausnahme, weil die einheimische Pflanzenwelt verdrängt wird.
Solche Arten, wie Schlitzblättriger Sonnenhut, Japan-Knöterich, Sachalin-Knöterich, Kanadische Goldrute, Drüsiges Springkraut, bilden großflächige, dichte Pflanzenteppiche, unter denen nichts anderes mehr gedeiht.
Die Pollen der Beifußblättrigen Ambrosia, oft auf Brachflächen und Wegrändern anzutreffen, bereiten Allergikern große Probleme.
Der Kontakt mit Blättern des Riesenbärenklaues kann besonders unter Einwirkung von Sonnenlicht starke Hautreizungen hervorrufen.

Das Ablagern von Bioabfällen im Wald stellt somit eine Gefahr für das Ökosystem dar.
Bitte helfen Sie mit, dass der Wald mit seiner Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion ein Naturerlebnis für uns alle bleibt.
Es ist wie überall im Leben: bitte nehmen Sie Rücksicht. Danke!