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Landkreis Meißen
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Aktuelles aus dem Bereich Umweltschutz

Nach rund 100 Jahren ohne Wolfspopulation wurde in Sachsen 1996 der erste Wolf (Canis lupus) bestätigt, der ein eigenes Territorium besiedelte. Seitdem hat sich die Zahl der hier lebenden Tiere stetig erhöht und stabilisiert. 2011 wurde ein nordöstlich an den Landkreis angrenzendes territoriales Vorkommen des Wolfes bestätigt (Königsbrücker Rudel). Seit 2013 sind die Rudel in der Laußnitzer Heide sowie im brandenburgischen Schradenland bekannt. Für das Gebiet des Landkreises Meißen selbst lagen seither nur Hinweise auf die zumindest zeitweise Anwesenheit von Wölfen vor.
Nachdem 2015 in der Gohrischheide Wolfsnachweise geführt werden konnten, erfolgte 2016 zwischen Königsbrücker Heide und Gohrischheide eine weitere Rudelgründung. In der Region in und um den Landkreis Meißen leben damit fünf Wolfsfamilien. Der Landkreises Meißen gehört damit weiter zum Sächsischen Wolfsgebiet und nimmt damit an der Förderkulisse für u.a. Herdenschutzmaßnahmen teil.    
 

Weitergehende allgemeine Informationen

Sie haben einen Wolf gesehen oder gehört?

Nutztiere schützen:

Nutztierrisse melden:


Neues Wasserhaushaltsgesetz in Kraft!

Das neue Wasserhaushaltsgesetz ist am 01.03.2010 in Kraft getreten. Damit hat sich die Rechtslage in vielen regelnden Sachbereichen und auch Verfahrensfragen verändert.

Bitte informieren Sie sich auf der Internetseite des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) www.wasser.sachsen.de, wo umfassend informiert wird oder wenden Sie sich an die Untere Wasserbehörde im Kreisumweltamt.


Deutschland erfüllt 2008 die Klimaschutzverpflichtungen gemäß Kyoto-Protokoll
 
Am 11. Dezember 1997 wurde das Kyoto-Protokoll, ein Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention der Vereinigten Nationen, mit dem Ziel des Klimaschutzes beschlossen. Das am 16. Februar 2005 in Kraft getretene internationale Abkommen legt Zielwerte für die Minderung des Ausstoßes von Treibhausgasen in Industrieländern fest. Dabei hat sich Deutschland verpflichtet, die Treibhausgasemissionen im Zeitraum von 2008 – 2012 um 21 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken.
 
Aus dem vom Umweltbundesamt erstellten Nationalen Inventarbericht 2010 geht hervor, dass Deutschland 2008 sein Klimaschutzziel gemäß Kyoto-Protokoll erfüllt hat und somit internationaler Vorreiter im Klimaschutz bleibt. Im Jahr 2008 waren die Treibhausgasemissionen gegenüber dem Jahr 1990 um 22,2 Prozent gesunken, was einen Rückgang von ca. 280 Millionen Tonnen Treibhausgasen mit sich bringt.
 
Bundesumweltminister Röttgen sagt: „Die wiederholte Erreichung der Kyoto-Verpflichtung ist ein gutes Signal. Dennoch dürfen wir uns nicht zu früh freuen, denn unsere mittelfristigen Klimaschutzziele haben wir noch längst nicht erreicht. Wir wollen eine Reduzierung der Treibhausgase um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 unter 1990. Uns fehlt noch knapp die Hälfte des Weges, den wir in den nächsten zehn Jahren schaffen müssen. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass unsere bisherige Minderungsstrategie – die Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien – zum Erfolg führen wird.“
 
Der Ausbau der erneuerbaren Energien hat in der Minderung der Treibhausgasemissionen positive Spuren hinterlassen. Neben der Energiegewinnung 2008 wurden im Vergleich zum Jahr 1990 66 Millionen Tonnen CO2 weniger in die Atmosphäre geleitet.
 
Auf der UN-Klimakonferenz in Mexico 2010 wird eine Nachfolgeregelung für das Kyoto-Protokoll angestrebt, da das Abkommen im Jahr 2012 abläuft und weitere Reduktionsverpflichtungen getroffen werden sollen.
 
M. Nagel, Auszubildende (Februar 2010)
 
Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU): Pressemitteilung Nr. 010/10, Berlin, 01.02.2010, http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/45583.php
 
(11.02.2010)

Die Umweltprämie und ihr Nutzen für die Umwelt

"Obwohl sie mit ganz anderer Zielsetzung konzipiert wurde, steckt in der Umweltprämie, auch Abwrackprämie genannt, mehr Umwelt als viele erwartet haben. Die Behauptung, die Prämie habe der Umwelt nichts gebracht oder ihre Umweltbilanz sei sogar negativ, ist sachlich falsch und durch unsere Studie glatt widerlegt", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Das Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU) kam nun zu dem Ergebnis, dass die Abwrackprämie keine negativen, sondern positive Auswirkungen auf die Umwelt hätte. Nach den Berechnungen der Gutachter liegen der Spritverbrauch und der CO2-Ausstoß der neuen Pkws durchschnittlich um rund 20 Prozent niedriger als bei den abgewrackten Fahrzeugen. Im Durchschnitt betrug das Alter der durch neue Fahrzeuge ersetzten Altwagen mehr als 14 Jahre - das entspricht dem Alter der ansonsten aus dem deutschen Bestand abgemeldeten Pkw. Außerdem stoßen die Neufahrzeuge im Schnitt 99 Prozent weniger Rußpartikel, 87 Prozent weniger Stickoxide und immerhin noch 74 Prozent weniger Kohlenmonoxid aus, als dies die Altfahrzeuge bei weiterem Betrieb getan hätten. Auch der Spritverbrauch und damit die CO2-Emissionen sind durchschnittlich um rund 20 Prozent niedriger als zuvor. Das liegt daran, dass alte, hohe und zum Teil sehr hoch emittierende Pkw direkt durch Neuwagen mit sehr niedrigen Emissionen ersetzt wurden. Das hat Auswirkung auf die Luftbelastung der Pkw-Flotte insgesamt:

"Durch die Umweltprämie stoßen alle deutschen Pkw zusammen genommen praktisch auf einen Schlag fast ein Zehntel weniger Benzol, 5 Prozent weniger Stickoxide und 4 Prozent weniger Partikel aus.", so Gabriel.

Natürlich hat die Prämie auch einen Anreiz gesetzt, funktionsfähige Pkw vorzeitiger abzuwracken. Allerdings sind die neuen Fahrzeuge den ersetzten alten Fahrzeugen in Umweltbelangen derart weit überlegen, dass sie eine "ökologische Restschuld" aus einer vorzeitigen Verschrottung in deutlich kürzerer Zeit als einem Jahr abtragen. Ein weiterer Erfolg der Abwrackprämie ist es, dass sich viele private Halter für die Anschaffung kleinere, modernere und effizientere Gebrauchtwagen entschiedne haben. Der Anteil der kleineren Fahrzeuge betrug 85% der Neuanschaffungen.

"Außerdem haben diejenigen, die befürchtet haben, dass die Prämie zum Kauf von teuren Straßenkreuzern anreizt, haben das Portemonnaie der Menschen überschätzt und ihr Umweltbewusstsein unterschätzt. Die Leute haben hauptsächlich Kleinwagen und Kompaktklasse gekauft. Und die abgewrackten Vehikel gehörten im Durchschnitt größeren Fahrzeugklassen an als die Neuwagen", sagte Gabriel.

Auch wenn die Umweltprämie viele Vorteile für die Umwelt mitbrachte, gab es natürlich auch Nachteile. Die vorzeitige Entsorgung beispielsweise ist unökologisch, da sie ohne Rücksicht auf den technischen Zustand durchgeführt wird. Die BMU-Studie geht hingegen davon aus, dass der ökologische Nachteil einer um ein Jahr vorgezogenen Entsorgung bereits nach 6000 km (entspricht 7,2 Monaten) durch geringere Emissionen und Verbrauch des Neufahrzeugs kompensiert werde. Nicht nur die Umwelt, sondern auch die Wirtschaft ist von den Folgen der Abwrackprämie betroffen, denn Statistiken besagen, dass 2010 viele Gebrauchtwagenautohaus schließen müssen. Dadurch gehen wieder Arbeitsplätze verloren.

Die Abwrackprämie hat viele Autos in der Schrottpresse verschwinden lassen, die lange das deutsche Straßenbild bestimmten. Etwa 800.000 Autos wurden verschrottet.

J. Richter, Auszubildende (September 2009)

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU): Pressemitteilung Nr. 289/09, Berlin, 05.09.2009, http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/44906.php

(22.09.2009)


Symbole, Zeichen, Hinweise …“

Die einheitliche CO2-Kennzeichnung bringt den Durchblick!

Am 02.07.2009 beriet die Konferenz „CO2-Kennzeichnung von Waren und Dienstleistungen“, bestehend aus über 200 Vertretern der Wissenschaft, Verbänden, Wirtschaft und Politik, über Möglichkeiten für "Product Carbon Footprints" (CO2-Fußabdruck) um die Klimabilanz von Produkten und Dienstleistungen künftig einheitlich erkennbar zu machen.

Damit eine optimale Darstellung der CO2-Bilanz von Unternehmen erzielt wird, arbeiten momentan das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt eng mit dem Öko-Institut und einigen privatwirtschaftlichen Betrieben zusammen an einem Leitfaden.

Dabei sollen alle umweltrelevanten Gesichtspunkte kenntlich gemacht werden vom Flächenverbrauch bis hin zu den Wasser- und Schadstoffbelastungen, denn es geht um mehr als nur den CO2-Austoß. Das erste und bekannteste Umweltzeichen der Welt - Blauer Engel - berücksichtigt seit langem alle umweltrelevanten Kriterien, darunter auch den "CO2-Fußabdruck". Er setzt Maßstäbe für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, die von einer unabhängigen Jury nach klar abgegrenzten Faktoren beschlossen werden. Mit dem Blauen Engel werden Unternehmen für ihr Engagement im Umweltschutz belohnt. Kann sich ein Unternehmen mit dem Blauen Engel auszeichnen, so gilt dessen Produkt als ein sehr seriöses und besonders umweltfreundliches Angebot auf dem Markt. Ziel des Blauen Engels ist es, den Verbrauchern den Weg zu einem ökologisch besseren Produkt zu weisen und diese Produkte gleichzeitig zum Standard für Konsumenten werden zu lassen. Aus diesem Grund wird der Blaue Engel auch als „ökologischer Leuchtturm“ bezeichnet.

Derzeit werden ca. 30 Produktgruppen im Bereich Klimarelevanz bewertet. Bis Ende 2011 will man erreichen, dass 100 Warengruppen und Dienstleistungen, welche das Klima besonders schonen, einen Blauen Engel tragen können und wir dem Klimaschutz wieder ein Stück näher kommen.

A. Kausch, Auszubildende (Juli 2009)

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU): Pressemitteilung Nr. 223/09, Berlin, 02.07.2009, http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/44511.php

(14.07.2009)


Kleinfeuerungsverordnung soll künftig Schadstoffemissionen verringern

Am 20.05.2009 beschloss das Bundeskabinett den Entwurf einer Verordnung, mit der Grenzwerte für die Schadstoffemissionen von kleinen und mittleren Feuerungsanlagen festgelegt werden. Denn in den letzten 20 Jahren hat sich das Maß an Feinstaub, verursacht durch Feuerungsanlagen, drastisch erhöht. Diese Belastung wirkt sich auf die Umwelt und damit auf unsere Gesundheit aus. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit schreibt: "Nach Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO, 2004) bewirkt die gegenwärtige Belastung mit Feinstaub in Deutschland eine Verkürzung der durchschnittlichen Lebenserwartung von 10,2 Monaten." Es würde höchste Zeit, die mittlerweile völlig veralteten technischen Vorgaben auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen, meint Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Doch wie genau sehen die Änderungen im Einzelnen aus?

Ursache für die zunehmende Feinstaubbelastung und die zunehmende Geruchsbelästigung ist der Boom bei Kaminöfen, in denen Holz verfeuert wird. DieseKaminöfen sind leider häufig technisch veraltet. Auch wenn Holz als Brennstoff zur Wärmeerzeugung im Sinne des Klimaschutzes geeignet ist. Dazu kommt, was viele nicht wissen, dass selbst mit dem Kauf von sehr preisintensiven Öfen und Holzheizungen zu einer starken Feinstaubbelastung beigetragen wird. Der Schein trügt: Schön und teuer kann trotzdem eine alte Technik heißen. Die anspruchsvollen Emissionsgrenzwerte sollen nun dagegenwirken. Ziel ist der zukünftige Einsatz verbesserter Verbrennungstechniken zur Reduzierung von Kohlenmonoxid. Für bestehende Anlagen kommt es auf die Herstellerbescheinigung an, ob nun eine Nachrüstung oder sogar ein Austausch der Anlage gegen eine emissionsarme Anlage notwendig ist. Für die meisten bestehenden Feuerungsanlagen wie Holzheizungen oder Kaminöfen sieht die Verordnung eine Nachrüstungspflicht mit langen Übergangsfristen bis 2014 oder 2024 vor. Diese Pflicht gilt nicht für bereits eingebaute Grundöfen, Kochherde, Backöfen, Badeöfen und offene Kamine sowie für Öfen, die vor 1950 errichtet wurden.

Betreibern von Öl- und Gasheizungen bringt diese Verordnung eine deutliche Kostenentlastung, da sich die Überwachungsintervalle von einem auf drei Jahre erhöhen. Der technische Fortschritt von Öl- und Gasheizungen wird damit belohnt.

Der Entwurf wird dem Bundestag zugeleitet und dem Bundesrat vorgelegt zur Beteiligung. Nach Ablauf der Einspruchsfrist gilt die Verordnung im August als beschlossen.

Schritt für Schritt wird nun eine Verringerung der Feinstaubbelastung erwartet.

A. Silbernagl, Auszubildende (Juni 2009)

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU): Pressemitteilung Nr. 147/09, Berlin, 20.05.2009, http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/44093.php (03.06.2009)


Umweltbewusstsein in Deutschland 2008

Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage

Die zu diesem Thema entwickelte Langzeitstudie beruht auf dem Ziel, das Umweltbewusstsein der deutschen Bevölkerung aufzuzeigen und vielleicht sogar auch zu wecken.

Laut Umfrage stehen die Deutschen dem Umweltschutz aufgeschlossen und handlungsbereit gegenüber. Energieeinsparung und das Prinzip der Nachhaltigkeit stehen dabei ganz oben auf der Maßnahmenliste. Insgesamt wird so auf mehr Sauberkeit, ein gesundes städtisches Umfeld und den Erhalt der Naturressourcen gehofft. Im Vordergrund stehen damit der Gesundheitsschutz und eine bessere Lebensqualität. Die Einsicht, dass Umweltschutz bereits im Handeln jedes Einzelnen beginnt, wächst also deutlich.

Diesbezüglich zeigt die Studie, dass erhöht Wert auf umweltgerechtes Konsumverhalten gelegt wird. Es besteht die Bereitschaft, auf umweltschonende Produkte zurückzugreifen. Dabei sollen finanzielle Möglichkeiten der Deutschen weder stark belastet noch überschritten werden.

Allerdings wird diese Einstellung nicht in dem Umfang, wie in der Studie angegeben, durchgesetzt. Ein deutlich geringerer Teil der Deutschen hält sich tatsächlich an diese Angaben. Die positive Einstellung ist also vorhanden, das entsprechende Verhalten jedoch nicht in diesem Maße.

Deutlich wird zudem, dass es teilweise auch am Wissen der Deutschen bezüglich des Umweltschutzes mangelt. Die Bevölkerung fühlt sich nicht ausreichend informiert. Trotz zahlreicher Informationsquellen fehlt letztendlich das Vermögen, genau einschätzen zu können, was, wie und wann getan oder gelassen werden sollte. Möglicherweise sind es auch einfach zu viele Informationen, die herangetragen werden. Wie schon das Sprichwort sagt: „Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht“, wird wohlmöglich das Wesentliche durch die vielen Informationen übersehen.

Es wird also mit der Studie gezeigt, dass in allen Bereichen des Umweltbewusstseins gehandelt oder fortgeschritten werden muss. Das Umweltwissen muss gefestigt, die Umwelteinstellung verbessert/ verbreitet und das Umweltverhalten letztendlich in größtmöglichem Umfang der Umwelt zu gute durchgesetzt werden.

J. Keller, Auszubildende (Februar 2009)

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) Referat Öffentlichkeitsarbeit (Hrg.) 2008: Umweltbewusstsein in Deutschland 2008 - Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage, http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/broschuere_umweltbewusstsein_2008.pdf (12.02.2009)