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Landkreis Meißen
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05.03.2021 - Anordnung zur Aufstallung von Geflügel im Landkreis Meißen: Geltungsdauer verlängert – Betroffene Gebiete erweitert

Die in Teilen des Landkreises Meißen seit Anfang Januar 2021 geltende Aufstallungspflicht für gehaltenes Geflügel wird mit der heute veröffentlichten Tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung Nr. 03/2021 erweitert. Diese tritt damit morgen in Kraft. Hintergrund sind zwei Funde von infizierten Wildvögeln im Gebiet des Landkreises.

So wurde am 4. März 2021 bei einem in Radeburg tot aufgefundenen Höckerschwan und bei einem in Keilbusch tot aufgefundenen Bussard das Virus der Geflügelpest (Hochpathogene Aviäre Influenza) vom Typ H5N8 bzw. H5 nachgewiesen. Die auch Vogelgrippe genannte Krankheit tritt seit vergangenem Jahr wieder verstärkt bei Wildvögeln und in vielen Fällen auch bei Geflügel in Deutschland auf. Allein seit dem 1. Oktober 2020 wurde das Virus in 653 Fällen bei Wildvögeln und in 69 Seuchenausbrüchen bei Geflügel in nahezu allen Bundesländern nachgewiesen.

Da die Krankheit in der Wildvogelpopulation nicht bekämpft werden kann, hat der Schutz des Wirtschaftsgeflügels vor einem Viruseintrag in die Geflügelhaltungen und die damit verbundenen hohen Verluste oberste Priorität. Neu ist, dass es Anzeichen für eine mögliche Übertragung des Virus gibt (Meldung aus Russland).

Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt Meißen hatte Anfang Januar 2021 eine Risikobewertung durchgeführt und darauf aufbauend eine Stallpflicht in den betroffenen Gebieten angeordnet. Diese Aufstallungspflicht für gehaltenes Geflügel muss nun um die Ortsteile/Gemarkungen Bärwalde und Berbisdorf der Stadt Radeburg, Keilbusch, Mischwitz, Zadel, Diera, Zehren und Sebschütz der Gemeinde Diera-Zehren, Gasern und Jesseritz der Gemeinde Käbschütztal und Klostergut zum Heiligen Kreuz der Stadt Meißen erweitert werden.

Die dazu erlassene Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung können Geflügelhalter im Geoportal des Landkreises Meißen unter http://cardomap.idu.de/lramei/?th=tierseuche einsehen und dort gezielt suchen, ob ihre Geflügelhaltung von der erlassenen Stallpflicht betroffen ist. Den aktuellen Regelungsstand und die Allgemeinverfügung finden Interessierte unter http://www.kreis-meissen.org/AI-Aktuelles.html bzw. auch auf der Website des Landkreises Meißen unter Aktuelles – Bekanntmachungen.

Spaziergänger sollten beim Umgang mit Wildvögeln Wachsamkeit walten lassen. Für die Früherkennung der Seuche ist es wichtig, dass Funde von toten oder erkrankten Wildvögeln dem zuständigen Veterinäramt gemeldet werden. Tote Vögel sollen nicht angefasst werden, auch um eine Verschleppung des Erregers zu verhindern. Geschulte Einsatzkräfte sammeln das Tier ein, das dann an die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen zur Untersuchung eingesandt wird. Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Meißen ist unter Telefon 03522 303-3502 oder per E-Mail an lueva@kreis-meissen.de erreichbar.

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