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Landkreis Meißen
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13.10.2020 - Corona-Situation im Landkreis Meißen

Weitere positiv auf SARS-CoV-2-Virus getesteten Personen – Anstieg jedoch im einstelligen Bereich

Im Landkreis Meißen gibt es zum heutigen Tag 393 positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestete Personen, von denen sich 108 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne befinden. Gegenüber gestern ist dies ein Anstieg von 8 positiven Tests. Für 118 Kontaktpersonen von positiven Fällen wurde ebenfalls häusliche Isolation angeordnet. Unabhängig vom Status der Quarantäne werden 11 erkrankte Personen stationär behandelt, eine davon auf der Intensivstation. Die Zahl der Verstorbenen liegt bei 21.

Nach der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung müssen spätestens bei 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Inzidenzwert) erste verschärfende Maßnahmen getroffen werden, die der Eindämmung des Infektionsgeschehens dienen. „Da der Inzidenzwert am Sonntag überschritten wurde, haben wir eine Allgemeinverfügung erlassen. Danach sind Veranstalter sowie Betreiber von Sportstätten, gastronomischen Einrichtungen, Hotels, Beherbergungsstätten und Betrieben ab sofort verpflichtet, die Kontaktdaten der Besucher/innen und Gäste zu erfassen. Entsprechendes gilt für Veranlasser von Ansammlungen im öffentlichen Raum“, erläutert die stellvertretende Landrätin, Frau Janet Putz, am Rande der heutigen Sitzung des Corona-Krisenstabes. Der Wortlaut der Allgemeinverfügung ist unter http://www.kreis-meissen.org/3345.html zu finden.

Sobald der Inzidenzwert auf unter 35 sinkt, wird die Aufrechterhaltung dieser Regelung überprüft. Der heutige Wert liegt bei 35,9 und weist damit im Vergleich zu gestern (36,4) eine leicht sinkende Tendenz auf. „Ob dieser Trend anhält, kann derzeit nicht eingeschätzt werden“, dämpft Frau Dr. Ulrike Thieme vom Gesundheitsamt zu hohe Erwartungen. „Unser Amt bereitet sich jedenfalls auf einen weiteren Anstieg der Infektionszahlen vor.“ 7 Ermittlerteams arbeiten auf Hochtouren an der Kontaktnachverfolgung der aktuellen Fälle. Zudem wurde die Zahl der Mitarbeiter an der Corona-Hotline aufgestockt und deren zeitliche Erreichbarkeit ausgedehnt.

„Wir überprüfen zudem die genehmigungs­pflichtigen Hygienekonzepte der in den nächsten Tagen anstehenden Veranstaltungen. Ggf. müssen diese entsprechend nachgeschärft werden.“, so Frau Dr. Thieme. Auf dem Prüfstand steht die bisher mögliche Reduzierung der Mindestabstände u. a. in Theatern, Kinos, bei Konzertveranstaltungen und Tagungen. Aber auch Teilnehmerbegrenzungen, Alkoholverbote, die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedenkung sowie die Lenkung der Besucherströme im Einbahnstraßensystem können mit dazu beitragen, Ansteckungsrisiken zu reduzieren. „Uns liegt viel daran, dass Veranstaltungen weiterhin stattfinden“, so Janet Putz. „Allerdings muss stets das aktuelle Infektionsgeschehen im Blick behalten werden. Zudem sollten die Verantwortlichen prüfen, ob bestimmte Veranstaltungen vor dem Hintergrund ihres Charakters mit den bereits jetzt zu beachtenden Corona-bedingten Schutzmaßnahmen überhaupt sinnvoll durchführbar sind.“ Erhebliche Zweifel bestehen diesbezüglich z. B. in Hinblick auf die bereits in der Vorbereitung befindlichen Faschingsveranstaltungen.

Die Elblandkliniken bereiten sich auf einen Anstieg der stationär zu versorgenden Corona-Patienten vor. Der Vorstand des Klinikums, Frank Ohi, warb in diesem Zusammenhang für die Grippe-Schutzimpfung. „Eine gleichzeitige Infektion mit Influenza- und SARS-CoV-2-Viren führt zu einem zusätzlichen Risiko für den Betroffenen und sein Umfeld, das reduziert werden kann. Eine Schutzimpfung erleichtert zudem die Diagnose bei einem Verdacht auf eine Corona-Infektion.“

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