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Landkreis Meißen
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Naturschutz und Weinbau

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„Naturschutzfachplanung für Steil- und Hanglagenflächen im Konfliktbereich Naturschutz und Weinbau im bestimmten Weinanbaugebiet Sachsen im Kreis Meißen“

Aus einer mit Mitteln der Richtlinie NE/2014-20 im Programm EPLR geförderten Fachstudie, innerhalb des bestimmten Weinanbaugebietes Sachsen im Landkreis Meißen, stellen wir Ihnen folgende Materialien zur Verfügung:

1. Priorität von Flächen im Biotopverbund trockenwarmer Sonderstandorte

Themenkarte im GeoPortal des Landkreises Meißen (Link)

QR-Code für mobiles Endgerät:

Erläuterung:

Dargestellt sind die aus der Biotoperfassung und Biotopverbundplanung resultierenden Bewertungen für Flächenkomplexe als Prioritätsklassen. Sie spiegeln deren Funktion und Bedeutung für den Biotopverbund wider.

Die Karte dient als fachplanerisches Instrument zur Beurteilung von Flächen im Rahmen des Vollzuges der Biotopschutzbestimmungen gemäß §30 BNatschG iZm §21 SächsNatschG, der Eingriffsregelungen gemäß §14 BNatschG iZm §9 und §10 SächsNatschG und anderer naturschutzrechtlicher Vorschriften vor dem Hintergrund der Umsetzung des im Landesentwicklungsplan Sachsen 2013 verankerten überregional bedeutsamen Biotopverbundschwerpunktes trockenwarmer Sonderstandorte.
Die Verpflichtung und Regelung zur Umsetzung des Biotopverbundes basiert auf §20 und §21 BNatschG.

Bei Vorhaben zur Aufrebung sind unter anderem diese Sachverhalte durch die Untere Naturschutzbehörde zu prüfen.

2. Übersicht naturschutzrechtlich konfliktarmer Bereiche

Karte naturschutzrechtlich konfliktarmer Bereiche als pdf-Datei

Erläuterung:

Es wird darauf hingewiesen, dass diese Karte das Ergebnis des Verschnittes räumlich darstellbarer naturschutzrechtlich relevanter Kategorien ist (Naturschutzgebiete, Flächennaturdenkmale, FFH-Gebiete, geschützte Biotope soweit bekannt….). Naturschutzrechtliche Belange des Artenschutzes sowie wald- und landwirtschaftsrechtliche Sachverhalte werden hiervon nicht umfasst!

3. Fachrechtliches Bewertungsschema Naturschutz für Anträge zur Aufrebung

Prüfschema als pdf-Datei

Erläuterung:

Mit der Neuordnung der Antragstellung auf Aufrebung und den Erwerb der Rebrechte ist jeder Antragsteller eigenverantwortlich für die Herstellung der Zulässigkeit der Flächeninanspruchnahme und  Nutzungsartenänderung. Das Schema gibt einen Überblick über naturschutzrechtliche Sachverhalte und regelmäßig betroffene wald- und landwirtschaftsrechtliche Sachverhalte und die jeweils zuständige Behörde. Nicht dargestellt sind mögliche baurechtliche oder denkmalschutzrechtliche Aspekte.

4. Zusammenstellung möglicher freiwilliger Maßnahmen zur Verbesserung des Biotopverbundes in Weinbergslagen

Maßnahmeempfehlungen als pdf-Datei

 

Für Anfragen zu konkreten Flächen wenden Sie sich gern rechtzeitig an die Untere Naturschutzbehörde.

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Im Rahmen der Studie wurde 2016-2017 innerhalb des bestimmten Weinanbaugebietes Sachsen im Landkreis Meißen untersucht:

  • Wo bestehen Flächen mit einer Kern-, Verbindungs- oder Potentialfunktion für den landesweiten Biotopverbundschwerpunkt trockenwarmer Sonderstandorte,
  • Welche Bedeutung haben Flächen des trockenwarmen Standortskomplexes für die Gewährleistung und Entwicklung eines Biotopverbundes trockenwarmer Sonderstandorte,
  • Welche Maßnahmen dienen der Gewährleistung des Biotopverbundes und
  • Wo besteht naturschutzrechtlich relativ konfliktarmes Potential zur Aufrebung?

Wesentliche Ergebnisse sind:

  • Der Bestand qualitativ hochwertiger geschützter Biotope des Komplexes trockenwarmer Sonderstandorte ist ausgehend von ca. 700 Erwartungsflächen mit 196 Einzelflächen sehr viel geringer als erwartet. Es bestehen erhebliche Qualitäts- und Flächenverluste.
  • Hochwertige Kernflächen des Biotopverbundes, zumeist innerhalb von Naturschutzgebieten und Flächennaturdenkmalen umfassen 69,9 ha (0,36 % des Bearbeitungsgebietes, Verbindungsflächen nehmen 352,2 ha (1,84  des Bearbeitungsgebietes) und Potentialflächen 2398,9 ha (12,51 % des Bearbeitungsgebietes) ein.
  • Ca. 1100 ha (6,06 % des Bearbeitungsgebietes) haben im Ergebnis eine mittlere bis sehr hohe Bedeutung zur Gewährleistung des Biotopverbundes für diese Biotoptypen.
  • Maßnahmen zur Verbesserung oder Wiederherstellung des Biotopverbundes sind erforderlich.
  • Bestandsflächen Weinbau sind freiwillig aufwertbar ansonsten jedoch von der Planung unberührt. Eine Gewährleistung und Verbesserung der Biotopverbundsituation soll vorrangig über die Lenkung künftiger Aufrebungen und ggf. erforderlicher Ausgleichsmaßnahmen erfolgen.  Zuwachs an Rebfläche kann konfliktarm vor allem auf Ackerflächen und auf Rebbrachen erwirkt werden.

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Projektdaten der Förderung:

  • Ident.-Nr.: 052015021101NEE
  • Bescheid vom 07.03.2016 / Verlängerungsbescheid vom 07.12.2016
  • AZ: A05(A07)-8549/8719/3-2015 (Hr. Seidel)
  • Laufzeit: 02.11.2015 – 06.04.2018

Im Rahmen der o. g. Fachplanung wurden im Projektzeitraum Kartierarbeiten ausgeführt. Die Kartierungen umfassten Weinbaulagen und sonstige Hanglagen in den Gemeinden Radebeul, Coswig, Weinböhla, Meißen, Klipphausen, Diera-Zehren, Lommatzsch sowie Nünchritz und wurden von Mitarbeitern der Landgraf & Richter GbR, des Büros für Landschaftsplanung Freital, des Landschaftsplanungsbüros Dr. Böhnert Freital und der Landschaftsplanung Knauth übernommen.